Samstag, 13. Dezember 2008

Heute im Asia-Shop

Ein paar Highlights einer Einkaufstour durch den Asia Shop (asia way, Oerlikon):

Shrimp-flavored Chili












Eier aus der Büchse



















Eine dazu passend benamste Fischsauce...





















Und schließlich noch eine Gebrauchsanleitung in Asinglish...

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Wer wars?

Namen sind gesucht:

  1. Wer war nicht in der Lage, einen Namen auf den Zettel zu schreiben - und hat so Ueli Maurer gewählt?
  2. Wer hat im zweiten Wahlgang für eine(n) diverse Kandidatin/en gestimmt, und sich dann doch für Ueli Maurer entschieden?
  3. Und: Wer hat wie diesen Leuten Druck gemacht?
Update: Eine vierte Frage (aus den Kommentaren):

Eine Frage fehlt noch:Wer war nebst Mörgeli vom SVP-Sünneli geblendet worden und war deshalb heute nicht im Bundeshaus?

Antwort: Ernst Leuenberger, SP Nationalrat.

Eine weitere Frage wäre, wie demokratisch es ist, wenn die Fraktionen gegenseitig die Stimmzettel überprüfen lassen.

Quelle der Grafik: tagi.ch

Wenn es schneit...

...fahren für einmal auch die Leute Bus, die sich sonst zu schön dafür sind, die Privatsphäre im Auto schätzen oder es einfach »uh müesam« finden, sich an einen Fahrplan zu halten (oder einen zu lesen).
Natürlich erwarten sie, dass ihnen im Bus stets ein Platz frei gehalten wird, für den Fall, dass sie ihn doch einmal benützen werden, und finden dann die öffentlichen Verkehrsmittel ausserordentlich anstrengend: Kein Platz, nervige Leute und erst noch Verspätung. Wenn man sie mal braucht, die öffentlichen Verkehrsmittel, dann merkt man, wie unbrauchbar sie eigentlich sind.
Und sowas muss ich mir dann auch noch anhören, wo doch meine Socken schon nass sind.

Samstag, 6. Dezember 2008

Casino und Bordell

Man kann viel Bullshit (im wissenschaftlichen Sinne) lesen, wenn man regelmäßig einen Blick in Printerzeugnisse wirft. Eine Publikation übertrifft aber alles Vorhande mit Leichtigkeit: Das Swiss Gaming Magazine. Dumm-dreiste Lobbyingartikel stellen alles in den Schatten, was Gratiszeitungen zu formulieren vermögen. Einziges Ziel ist es, klar zu machen, dass es Spielsüchtige nicht gibt, die Casino-Branche nichts als das Wohlergehen aller Menschen beabsichtigt und demokratische Steuerungsprozesse grundsätzlich suspekt sind.
Ein Herausgeber namens James Graf, der sich selber »Gaming Consultant« nennt und auch als Katzenzüchter in Erscheinung tritt, schreibt in seinem Editorial beispielsweise:

»Es gab unter diesen Alleswissern sogar solche, die Spielsüchtige zu Anschlägen auf Spielstätten aufforderten und Geld von überall zum annehmen (sic!) bereit waren um dieser Branche mit Verbotskampagnen den garaus zu machen.«
»Im Kanton Zürich gib es - nach Ansicht von Branchenkennern - mehr illegale Geräte, Spielclubs, Hütchenspieler und Ähnliches als jemals zuvor.«

Die Bezeichnung der Quellen ist äußerst geschickt gelöst, die Argumentation klar: Anstatt Casinos an Spielsüchtigen gewinnen zu lassen, lässt man nun die Mafia (v.a. die albanische) an diesen Geldtopf.

Das Heft kann aber dieses Editorial noch steigern, mit einem denkwürdigen Artikel, der den »Umgang mit Spielsucht-Zahlen« thematisiert und ebenfalls von Graf geschrieben worden ist. Sein Titel: »Casino-Bordell« oder »Spiel-Casino«? Auch hier seien zwei Zitate genannt:
»Wer berichtet über Esoteriksucht wo doch die meisten Buchhandlungen ihr Geschäft schon mehrheitlich mit Esotherikliteratur (sic!) machen.«
»Süchtig und krank macht aber auch die Börse. Ganz gleich wie das Caisno. Nein, viel schlimmer: Die Banken kassieren noch Gebühren ab und warnen kaum lesbar mit dem möglichen Totalverslust ihrer Anlagen!«
Graf warnt: Sucht hat viele Gesichter. Handysucht, Online-Sucht, Nikotinsucht - allesamt viel schlimmer als Spielsucht, die eigentlich nur ein Deckmantel für alle anderen Süchte gibt und als solche gar nicht exisitert, wie uns der Artikel weismachen will.

So lange Casino Geld haben, um solche Leute anzustellen, solche Hefte zu produzieren - so lange besteht wohl kein Handlungsbedarf, ihnen mehr Spielsüchtige zuzuhalten. Die Bedrohung durch Online-Poker, gegen die solche Publikationen ankämpfen, ist sicherlich real: Vernünftig (volkswirtschaftlich gesehen) wäre es wohl, grundsätzlich jede Form von Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel um Geld zu verbieten. Wer das nicht glaubt, der sehe sich an einem Nachmittag um halb vier einmal im Grand Casino Baden in der Automatenhalle um.

Montag, 1. Dezember 2008

Wie berechnet das Tool der SBB den Fahrplan?

Auf sbb.ch kann man ja mit jeglichem Konfort einen Fahrplan berechnen lassen. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Ich möchte am Wochenende von Zürich nach Flims fahren, um dort den Schnee zu genießen.
Man könnte naiverweise zwei Annahmen treffen:

  1. Das Programm »weiß« (hat es gespeichert), dass man von Zürich über Chur nach Flims fahren muss und sucht nur nach »Zürich - Chur« und »Chur - Flims«, wobei es jeweils direkte Verbindungen gibt.
  2. Das Programm sucht alle möglichen Verbindungen und wählt dann die kürzesten aus.
Annahme 2. kann schnell verworfen werden: Von Zürich nach Chur kann man auf fast unendlich viele Möglichkeiten gelangen. Das Programm »weiß« ja nicht per se, dass wir nicht nach Altstetten fahren und dort auf einen VBZ-Bus umsteigen wollen. Auch so könnte man nach Flims gelangen.
Die Annahme 1. wird die Basis des Algorithmus' sein. Der Algorithmus stützt sich aber weit gehend auf den Dijkstra-Algorithmus. Er funktioniert so:
  1. Es wird ein Netz erstellt, auf dem alle Wege von Zürich nach Flims eingetragen werden.
  2. Es wird eine geordnete Liste erstellt, in der immer die Destination am Anfang steht, die in der kürzesten Zeit zu erreichen ist.
  3. Diese Destination wird jeweils durch die Destinationen ersetzt, die von ihr aus zu erreichen sind.
  4. Es wird wieder geordnet und ersetzt.
  5. Am Schluss steht in der Liste nur noch das Ziel (der Weg über alle Destinationen hat zum Ziel geführt), alle anderen Destinationen können gelöscht werden.
  6. Es muss nun nur noch berechnet werden, über welchen Weg man am wenigsten Zeit gebraucht hat.

Sonntag, 30. November 2008

Keywords - englische Wörter mit X

Wenn ein Blogger aus einer monatelangen Schreibblockade auftaucht, ist etwas Selbstanalyse gefragt. Mal sehen, welche Keywords am meisten Leser auf meinen Blog führen. Hier die Top 7:
Sehr schön ist die Nr. 4, führt die doch zu diesem Eintrag. So viel zu den Kräften von Google (ich bin da immerhin Nr. 3). Vielleicht müsste ich mich auf englische Wörter mit X spezialisieren. Hier sind ein paar, in meinen Quellen findet man noch mehr (http://phrontistery.info/x.html und http://www.sanjeev.net/scrabble/4-letter-words-with-X.html):

Unverjährbarkeit - juristische Aspekte

Der Parteipräsident der wählestärksten Partei der Schweiz, Toni Brunner, hat es in der Abstimmungsarena auf den Punkt gebracht: Verwahrungsinitiative, Unverjährbarkeit, Ausschaffungsinitiative - die Abstimmenden haben und werden wollen, dass Straftäter hart bestraft werden. Auch Raser, Einbrecher und Kampfhundehalter sollen unnachgiebig bestraft werden; und auch Rassisten sollen nicht sagen dürfen, was sie sagen möchten.
Es gilt, auf zwei Punkte aufmerksam zu machen:

  1. Zunächst hat man wohl einen klaren Fall im Kopf. Einen Raser mit Migrationshintergrund und einem geleasten Auto, einen bösartigen Stiefvater, der seine Steifkinder vergewaltigt, einen »Kriminaltouristen«, der auf Beutezug in der Schweiz ist und nebenbei Heroin an unschudlige Schüler verkauft. Zugegeben, etwas übertrieben, aber im Grundsatz wohl richtig.
    Diese klaren Fälle sind jedoch selten. Ein Raser kann auch der junge Aargauer sein, der auf der Autobahn die Schnecken auf der linken Spur überholen will, ein Missbrauch in der Erinnerung als solcher erscheinen, ohne das zu klären ist, was wirklich passiert ist, ein Kampfhundehalter ein Importeur einer seltenen Hunderasse aus Kleinasien sein.
  2. Es geht um Veränderungen am juristischen System. Solche Veränderungen sollten mit Blick auf das ganze System vorgenommen werden, d.h. grundsätzlich geregelt werden, und nicht an Einzelfällen aufgemacht werden. Wir müssen uns in all diesen Beispielen also fragen:
    a) Wollen wir, dass Menschen lebenslang weggesperrt werden, ohne dass diese Massnahme überprüft wird?
    b) Wollen wir, dass Verbrechen verjähren?
    c) Wollen wir Straffällige grundsätzlich auweisen, unabhängig von ihrem Alter und ihrer Herkunft?
    d) Wollen wir Vergehen im Strassenverkehr grundsätzlich massiv ahnden?
    e) Wollen wir, dass gewisse Haustierarten und -rassen verboten werden können?
    f) Wollen wir, dass gewisse Aussagen und Meinungen strafrechtlich verboten werden können?
Damit sage ich nicht, wie diese Fragen beantwortet werden sollen. Sondern nur, dass nicht Einzelfragen, die nur scheinbar so klar sind, abgehandelt werden können, sondern dass eine Gesamtschau ausschlaggebend sein soll. Warum soll ein Mord verjähren - eine pornographische Straftat aber nicht? Warum sollen überhaupt Straftaten verjähren?
Und was ich auch sagen will: In solchen Fragen wird oft heuchlerisch argumentiert. Nur weil man Menschen, die Kinder missbrauchen, nicht unterstützen will, muss man nicht dafür sein, ihre Straftat nicht verjähren zu lassen. Und wenn man umgekehrt selber einmal zu schnell fährt, kann man sich überlegen, ob man dann sich selbst auch als Raser sehen würden, wenn man einen Unfall verursacht...
P.S.: Aus dem Tagi-Interview zum Abstimmungsresultat ein paar Zitate von Frau Bussat, der Initiantin, die ich nur deshalb etwas zynisch kommentieren, weil mir das alles nicht wirklich durchdacht erscheint:
»Die Menschen haben mit ihrem Herzen abgestimmt.« (Ist das gut?)
»Der Gegenvorschlag hätte es einem Opfer bloss erlaubt, bis zum 33. Altersjahr Strafanzeige einzureichen. Mit dieser Frist wäre die Schweiz schnell wieder ins Hintertreffen geraten. Nun sind wir für einmal den anderen [der EU] voraus – das ist fantastisch!« (Je länger die Frist, desto grösser der Vorsprung?)
»Soll auch für minderjährige Täter Unverjährbarkeit gelten?
Diese Frage haben wir noch nicht entschieden. Hier kann man mit uns reden.« (Das ist ja mal nett...)
»Und wir werden uns auch dafür einsetzen, dass Mord nicht mehr nach 30 Jahren verjährt.« (Aha - also doch eine Systemumstellung: Nichts soll mehr verjähren.)

1112 The Game for iPhone - Walkthrough Episode 1

Please refer to my new blog for walkthroughs for Episode 1 and Episode 2!

The iPhone offers new possibilities for computer games - and one of the nicest efforts to use the possiblities of the device is the epsiode adventure-style game »1112« by Agharta Studios. Don't read any further if you want to avoid spoilers. Spoilers ahead. Watch out: spoilers!
Looking for answers on the board/forum is inconvinient (since some of them are in French). I have written a basic walkthrough for the first episode.
I will enumerate the steps, indicating first the location and afterwards the actions.

  1. Basic control.
    [Bedroom] Tap on Anna, select »talk to«. Click through all available option (always do that, most of the hints are learned throuth talking to people). Whenever a word appears in green, tap on that word and in will go into a list. It can later be chosen from that list and will give you more topics for discussion. (I will not go into the particular conversations and from now on assume you will follow them closely.)
  2. Turning of the alarm clock.
    [Bedroom] Tap on the stop button. Then shake your iPod.
  3. Getting the medication.
    [Bedroom] Open the door.
    [Corridor] Open the door to the left.
    [Bathroom] »Open« tap. »Admire« mirror. You'll see the safe code in the mirror: 20 <- 80 -> 30 <-. (Basic Control: You can get into a map mode by tapping on the second button from the top and double-tap any room you want to go to. )
    [Bedroom] »Move« painting (center piece). »Open« safe.
    [Safe] Turn the dial with two fingers. Go from 0 straight to 20 (the way you count or counterclockwise), the other way to 80, the other way to 30.
    [Bedroom] »Pick up« medication.
    [Inventory] (top button on the right) Use maginfier (second button from the top) to watch the medication more closely. Turn it so you can see the pills, tap and »swallow«.
  4. Turning on the boiler.
    [Bathroom] »Talk« to Anna.
    Open all available doors, you will be able to reach all the rooms mentioned below.
    [Kitchen] »Open« cupboard above fridge. »Take« notice (maybe you need to »search« documents first, not sure).
    [Inventory] Magnify notice. Now you can pinch-zoom (like you do in safari on your iPhone) the notice and magnifiy it. You will be able to read »42°« on the front and the settings of four switches on the back (left, right, left, left).
    [Restroom] »Take« matches on the right. »Check« boiler.
    [Boiler] Left dial (black) on 4, right dial (white) on 2, switches left (0), right (I), left (0), left (0). Tap on light, it will be green.
    [Inventory] »Grab« matches (thrid button from the top). »Use with« boiler.
  5. The Goodman-File.
    [Hall] »Pick up« wallet. »Pick up« phone. Talk to Felicity. Leave the house.
    [Garden] »Open« mailbox. »Pick up« envelope.
    [Inventory] Magnify envelope, turn it around. »Open« envelope.
    (Basic Control: You can use your telephone (iClone) by holding your iPhone vertically (there is no need to go into the inventory, in the regular [Garden] this will work. You can call people by clicking on the address book and you can take pictures by clicking on the camera.)
    [iClone] Call Felicity.
    [Corridor] »Switch on« computer. »Use« computer.
    [Computer] »Tap« on the email-Icon. Pinch-zoom. Tap on the email with the red exclamation mark. Drag-drop all the photos on the printer icon (bottom left of desktop).
    [Corridor] 4x: »Pick up picture« on the printer.
    [Inventory] Drag-drop all four pictures into the Goodman-File.
    [iClone] Call Felicity.
  6. Anna's car key and phone.
    [Garden] »Talk to« Anna.
    [Bathroom] »Check« towel.
    [Towel] Tap on phone. »Take«.
    [Garden] Use phone with Anna (pick it up from inventory). »Enter« car.
  7. Felicity's medication.
    [City Center] Answer iClone. Talk to stranger.
    [Pharmacy] »Talk to« Don. Option »Dritilla 50MG« and »Customer« (from the list) are needed to advance.
    [City Center] »Talk to« Stranger, »Dritilla«
    [Bar] »Talk to« Todd, »cigarettes«.
    -- A remark: Here the hints are really basic, if you explore are conversation topics you will much better understand how do discover hints inside the game! --
    (Basic Control: When you talk to someone, you can use the keyboard to enter keywords.)
    [Bar] »Talk to« Todd, type in »Felicity«.
    [Antiques shop] »Push« Knickknack on the right of Felicity.
    [iClone] Take picture.
    [Bar] »Use iClone with« Todd.
    [City Center] »Use cigrettes with« stranger.
    [Antiques Shop] »Use Dritilla with« Felicity.
  8. Coffee for Mr. Goodman.
    [Bar] »Talk to« Todd, »coffee«, »change« (from list), »another photo« (from list), »Anna« (from list)
    [Bar] chose any option on Tood.
    [Antiques Shop] »Use Coffees with« Felicity.
  9. Painting for Goodman and Account Book for Anna.
    [Office] »Use File with« Goodman.
    [Office] »Talk to« Goodman, »file«, »painting« (from list).
    [Grocery] »Talk to« Anna, »painting«.
    [City center] Answert call from Anna.
    [Office] »Take« keys (above the fan).
    [City Center] »Use (car) keys with« car.
    [Lounge] »Use small key with« cabinet (under painting).
    [Lounge] »Take« book (in cabinet).
    [Corridor] Pinch-zoom in order to get a better view of the painting.
    [iClone] Take picture.
    [Garden] »Use (car) keys with« car.
    [Grocery] »Use account book with« Anna.
    [Office] »Use iClone with« Goodman.
  10. Hotel Room.
    [Hotel Room] »Think« view.

This is the end of Episode 1. I just re-played it for the walkthrough and found it very short - when I played it without a walkthrough or with just some hints I found it rather long. If you enjoy an adventure and the possibilites of your iPod: this is the game for you.

Freitag, 28. November 2008

Volkswahl!

Es ist Freitag - Zeit dafür, sich den politischen Müll der letzten Woche noch einmal so richtig von der Seele zu schreiben...Was nie geklappt hätte, wenn das »Volk« den Bundesrat wählen würde, scheint nun doch hinzuhauen: Ueli Maurer hat den »Auftrag« von der »Partei« erhalten, anzutreten. Als Nummer zwei zwar, aber ein Auftrag ist ein Auftrag.
Und im Parlament rüstet man sich für die große Wahl, wird der SVP das eine oder andere Zugeständnis abringen und schließlich Maurer wählen - wohl wissend, dass er genau so wenig in der Lage ist, mit seinem »Auftrag« der »Partei« im Bundesrat mitzuwirken. Die SVP gibt ihre »Oppositionsrolle« auf, die sie mit beachtlichem Erfolg ausgeübt hat: Eine Tageszeitung wurde gegründet, mehrere Abstimmungen gewonnen, auf der ganzen Linie hat sich gezeigt, dass eine unternehmerfreundliche Politik sich bewährt, dass man staatliche Strukturen abbauen muss.
P.S.: Hier noch ein Kandidat der SVP, gegen den sich Ueli Maurer und Christoph Blocher zusammen als äußerst wählbar ausnehmen: Luzi Stamm. Ein Mensch, auf den kein Adjektiv besser passt, als verschlagen. Ein Heuchler wie kein zweiter. Will Raser enteignen, obwohl er Vertreter der Partei ist, die bisher erfolgreich verhindert hat, dass im Aargau Blitzkästen installiert werden können. Und dessen einziges Argument für eine Wahl in den Regierungsrat ist, dass er Klavier spielen kann.

Montag, 3. November 2008

Energy

Radio Energy erhält keine Konzession mehr - mir kanns recht sein. Wer immer einen MP3-Spieler bedienen kann und beim Aufwachen nicht zu hören braucht, was er gestern Abend im Privatfernsehen hätte sehen können, braucht Radio Energy nicht. (Und braucht auch Radio Grischa und Radio Argovia nicht, wenn wir schon dabei sind. Und auch nicht Radio Zürisee und wahrscheinlich könnte der auch gut auf Radio24 verzichten. Vielleicht sogar auf alle Privatradios...)
Und nun noch etwas provokant: Wer immer Radio Energy vermisst, dem tut diese Abschaltung gut. Gibt Zeit, im Auto mal abzuschalten, sich mal auf den Stau zu konzentrieren. Oder sich zu überlegen, warum man nicht mit dem Zug zur Arbeit fährt. Sich mal überlegen, was man hören will, anstatt jede Stunde das gleiche zu hören. Sich zu überlegen: Ist Roman Kilchsberger frech - oder einfach nur dumm?
Und amüsant am Ganzen: Der Ringier-Journalismus. Die gute Nathalie Rickli wird gar als »Spitzenpolitikerin« bezeichnet. Wenn das kein Highlight ist.

Freitag, 24. Oktober 2008

Ein Nachtrag - Jelink

Elfriede Jelineks, deren Publikationspraxis auch einmal einen Blogeintrag verdient hätte, verarbeitet Haiders Tod literarisch: hier. Lesen, bitte.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Opfertod - Thomas Bernhard wird eingeholt

Zum Glück kommt es selten vor, dass die Wirklichkeit die Phantasie übertrifft. Was sich rund um den Tod von Jörg Haider abgespielt hat, konnte man sich ausserhalb Österreichs wohl kaum vorstellen, auch wenn man Thomas Bernhard gelesen hat (und wohl meinte, der habe übertrieben). Einige Eindrücke:Die Ausgangslage.

Dann:

  1. Der Bildungs-Landesrat Uwe Scheuch hat bereits angeordnet, dass am Freitag in den Kärntner Schulen eine obligatorische Gedenkstunde für Jörg Haider abzuhalten sei.
  2. Sämtliche öffentlichen Veranstaltungen wurden in dieser Trauerwoche zwischen dem Ableben des Landeshauptmanns und seiner Beisetzung am kommenden Samstag abgesagt.
  3. In vielen Schaufenstern sind Fotos des Verstorbenen ausgestellt, manche Geschäfte arrangierten Bilder und Würdigungen Haiders zu kleinen Altären.
  4. Uwe Scheuch, der designierte Chef des Kärtner BZÖ (Büdnis Zukunft Österreich), rief bewegt aus Haider sei für Kärnten den Opfertod gestorben.
  5. Der Klerus spielt offenbar voll mit bei der Verklärung:














Wenn ein Bundesland einen »Opfertod« braucht, bei dem sich ein Landeshauptmann im Vollrausch auf einer seiner Landstrassen überschlägt, dann spricht das wohl für dieses Land. Wenn aber besagter Landeshauptmann auf dem Bärental, seinem Gut, das von den Nazis seinen jüdischen Besitzern enteignet worden ist, begraben wird, dann fragt man sich schon, ob die internationale Gemeinde nicht ein Zeichen setzen müsste: Das man dies so im Europa des 21. Jahrhunderts nicht tolerieren kann.
Quelle: http://www.nzz.ch/nachrichten/international/tod_und_verklaerung_im_lande_joerg_haiders_1.1113708.html / NZZ vom 20. Oktober.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Coop-Inserate

Die Welt ist oft ein wunderlicher Ort, und ihre Bewohner wunderliche Leute. Besonders schön zeigt sich das im Coop, wo wunderliche Leute wunderliche Anliegen haben bzw. sie in einer Form präsentieren, die nicht immer ganz dem gängigen Standard entsprechen könnte:




Donnerstag, 2. Oktober 2008

Ich oder sie...

I am back.
Drei aktuelle Themen, bei denen mich interessiert, ob ich falsch denke - oder andere...

  1. Die SBB ist an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt und denkt laut darüber nach, Pendler mit negativen Anreizen dazu zu bewegen, die Stosszeiten zu meiden.
    Reaktion: Ein Aufschrei der Pendler, die - so das beliebte Argument - ihre Arbeitszeiten nicht wählen können.
    Ich: Aber sie können ihren Arbeits- oder Wohnort wählen. Niemand wird zum Pendler gezwungen. Tiefere Steuern in der Agglo und Steuerabzüge für Arbeitsweg sind Anreize zum Pendeln, Aufschläge der SBB korrigieren diese falschen Anreize. Die Schweiz kann es sich nicht leisten, immer mehr Transport zur Verfügung stellen zu müssen, die Leute müssen vermehrt wohnen, wo sie arbeiten.
  2. Finanzkrise. Meine Analogie zu einer Bank wäre ich. Ich habe etwas Geld, verdiene etwas Geld, gebe etwas Geld aus. Nun lege ich das Geld an. Ein bisschen hier, ein bisschen da, aber immer so, dass ein Teil verloren gehen könnte, ohne dass meine Einnahmen, meine Ausgaben, mein restliches Geld gefährdet sind. Nun ist mir klar - eine Bank arbeitet auf einer anderen Komplexitätsstufe. Was ich aber nicht verstehe: Wie kann es sein, dass einige Banken ihre ganze Existenz auf Spiel gesetzt haben (oder das tun mussten, um genügend profitabel zu sein)?
  3. Digitale Downloads seien Diebstahl, habe ich eben in der Zeit gelesen. Wert der Kreativität, Künstler arbeiten nicht für gratis etc. Aber: Wie bemisst sich denn der Wert von etwas - z.B. von einem Musikstück? Die Analogie der Musikindustrie: Der Künstler stellt ein Produkt her, für das Produkt muss bezahlt werden. Fehler in der Analogie: Erstens gibt es kein Produkt, bevor es nicht einen Vertriebskanal gibt, zweitens stimmt das mit dem Bezahlen nicht, weil wir nicht für Laub aus dem Wald bezahlen, sondern nur für Dinge, die rar sind und uns nicht zufliegen.
    Künstler müssten für ihren Aufwand entschädigt werden. Nur werden sie das ohnehin nicht, nur sehr weniger erhalten sehr viel Geld, die meisten erhalten fast nichts. Das hat nichts mit illegalen Downloads zu tun, sondern damit, dass Künstler nicht für ihren Aufwand entschädigt werden, sondern für einen obskuren Erfolg, dessen Bedinungen die einer Industrie sind, die sich wiederum scheinbar an Bedürfnissen der Kunden orientiert, die aber gleichzeitig selbst zu kreieren vermeint.
    Oder noch einmal: Von einer gekauften CD erhält der Künstler im besten Fall 2 Franken. Seine Idee ist pro Song gerade mal 20 Rappen wert. Verkaufe mich digitale Songs für 20 Rappen (die der Künstler erhält), und ich kaufe die Platte. Die Infrastruktur für den Vertrieb stelle ich selbst zur Verfügung, meine Harddisk ist gekauft und nicht gestohlen, mein Internetzugang abonniert und nicht schwarz. Ich brauche die Industrie nicht - und gerade hier liegt das Problem.
  4. Und noch etwas, ich weiss, vier Punkte wären genug, aber was ist mit den Lobbyisten im Schweizer Parlament los? Die Pharmalobby diktiert Abstimmungsergebnisse nach Belieben, Parallelimporte bleiben verunmöglicht, hohe Preise erhalten - ohne dass Argumente in Sichtweite wären. Da denkt man doch, wir lebten in einem wenig korrupten Land.

Freitag, 29. August 2008

Pool Crashing - und so

Der Tagi macht ja neuerdings mehr Artikel über andere Artikel (Bundesratsbunker im Blick, Pool Crashing in der WOZ) als eigenen Content zu liefern. Aber Pool Crashing verdient tatsächlich unsere Aufmerksamkeit, denn es böte Gelgenheit, Massenphänomene wieder etwas zu unterlaufen.
Botellon scheint nur zu funktionieren, weil andere auch hinkommen. Grundsätzlich kann sich ja jede und jeder wo und wann es ihr oder ihm beliebt betrinken - lustig scheint das aber nur zu sein, wenn man das in Gruppen von Tausenden macht. Swimming Pools begüterter Mitmenschen laden aber auch zu ganz privaten Happenings ein, zu einem tête-à-tête, einem Familienausflug etc.: »Ich brauche nur mal kurz ihren Pool.« Sollte einfach zu einer Selbstverständlichkeit werden. So wie man in ein Klassenlager kein Necessaire mitzunehmen braucht, denn schliesslich haben Kollegen auch Zahnbürsten. Nehmen, was andere nicht brauchen - dadurch sind wir stark geworden und das sollten wir auch weiterhin so halten.

Freitag, 4. Juli 2008

Ai ai ai...


In den Zeiten von iIrgendwas, iKaufmich anderen is ist es kaum noch witzig, das Thema zum Scherz zu machen. Zieht man aber aus einer Wohnung aus und erst beim Umzug macht einen jemand auf die Klingelvorrichtung aufmerksam, darf das Bild doch noch gepostet werden. Falls mans nicht entziffern kann - die Einrichtung heisst Aiphone...

Donnerstag, 26. Juni 2008

Ein weiteres Rätsel


In meinem Pausen- und Kaffeeraum findet sich seit geraumer Zeit (ein Wortspiel, imfall) folgendes Schild:
Was es bedeutet, frage ich mich jeden Tag. Vorschläge per Kommentar? Hier noch zwei Detailaufnahmen:

Wohnungs-Frenzy

Wohnungen suchen, Wohnungen finden, Wohnungen weitervermieten... In der Stadt Zürich eine packende Sache. Könnte man es als soziale Untersuchung betrachten, ein durchaus interessantes Arbeitsgebiet. Ist es bitterer Ernst, ist es bitterer Ernst. Nun klappte aber alles ganz rund, Wohnung gefunden (Stadt Zürich - etwas übertrieben), Wohnung weitervermietet.
Wie es aussieht, wenn 30 Leute in die eigene Wohnung treten, an Küche, Schlafzimmer und ähnlichem rummäkeln, spannende Fragen stellen usw., kann man auf folgenden Bildern erahnen (man beachte ein schmuckes Dekoelement - runterfallende Deckenplatten...):
Eine potentiell mögliche Reaktion auf einen Teil des Problem wären Fette-Mieten-Partys: Steigen tun die aber scheinbar nicht mehr so richtig...

Samstag, 14. Juni 2008

Good to know


Allergisch sein, kann total mühsam sein, v.a. wenn überall Milch drin ist.
Vorderseite des abgebildeten Gegenstandes:

Freitag, 13. Juni 2008

Alles getan

Wenn man sich ein Ziel setzt und es nicht erreicht - dann hat man entweder nicht alles dafür getan, Fehler gemacht, oder sich ein illusorisches Ziel gesetzt.
Dass bei der Schweizer »Natzi« beides der Fall war, dürfte spätestens jetzt allen klar sein. Dass eine Mannschaft, die zwar zu den besten 20 in Europa gehört, aber nicht zu den besten 10, vom Europameistertitel spricht, ist lächerlich genug. Dass man dafür aber die Verantwortung in die Hände eines Greisen (Zloczower), eines aargauischen SVP-Polterers (Lämmli: »Das kanns doch nicht sein. Ich bin ein guter Autofahrer. Ich musste zum ersten Mal in meinem Leben blasen.«) und eines sympathischen Ex-Fussballers legt, zeugt von beeindruckender Kurzsicht. Wer von diesen Leuten hat schon mal mit einem Spitzenfussballer zu tun gehabt? So richtig, Siege errungen, hart trainiert, sowas? Taktisch etwas geleistet, gelernt?
Gut, ich rege mich am. Symptomatisch aber diese Äußerung Kuhns, wonach alle alles richtig gemacht haben:

Gibt es nichts, was Sie sich vorwerfen müssen? In der Vorbereitung, in der Auswahl der Spieler ...

(unterbricht) Dann muss ich zurückückfragen: Wen hätte ich denn sonst aufbieten müssen?

Aber ist da nichts, was Sie anders machen müssten, wenn Sie das könnten?

Ich glaube, wir haben alles dafür getan, dass wir Erfolg haben können. Wir haben im Trainingslager vor der EM sehr gut gearbeitet, und wir haben unseren Staff erweitert.
(Tagi von heute)
Antwort auf die Zurückfrage: Vielleicht so viele Stürmer, dass im zweiten Spiel mehr als ein nomineller Stürmer einsetzbar ist? Vielleicht erfahrene Spieler wie Vogel? Vielleicht einen Co-Trainer, der taktisch geschult ist? Vielleicht Rakitic und Petric, die sicher für die Schweiz gespielt hätten... Der Antworten sind viele. Der Fragen auch.


Dienstag, 10. Juni 2008

Ertappt

Es gibt einige Dinge, die anstrebenswert sind. Dazu gehören:

  1. Tabus zu brechen. Gibt es noch Tabus - was sind sie - wie kann man sie brechen?
    (Meine Gedanken: Entweder subtil, so z.B. »Fussball mag ich nicht, auch nicht, wenn Euro ist, und intellektuell find ichs auch nicht so«, ist grad ein rechtes Tabu; Pädophilie in einem affirmativen Sinne würde dafür wohl auch qualifizieren, ist mir zumindest nicht bekannt, dass es das gibt (so im Sinne: »ich möchte als Pädophiler gerne akzeptiert und geliebt werden«), dann wird die Luft langsam dünn, ah nein, einen hab ich noch: Als anerkannter Computergeek zu behaupten, man finde Windows (Vista) ein wirklich gutes Betriebssystem...)
  2. Leute zu ertappen und ihnen das Gefühl zu geben: Ich wurde ertappt.
    Ist bei mir geschehen, und zwar durch den Blog: stuffwhitepeoplelike. Von den Top 20 mag ich mehr als die Hälfte, offiziell: 11. Ertappt, also.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Porno-Schauspieler oder »fucky-fucky«

Dass Pornodarsteller notorisch schlechte Schauspieler sind, ist common knowledge. Wer aber hätte gedacht, dass sie so schlecht sind? Amüsante Einblicke aus diesem Esquire-Feature.


Dienstag, 27. Mai 2008

Diffuse Formen von Rassismus und falschem Denken

Bekanntlich sind rassistische Witze an die Phrase »ich bin kein Rassist« gekoppelt - die performativ, also durch das Erzählen des Witzes, gleich wieder demontiert wird, denn indem man über rassistisches Gedankengut (z.B. Vorurteile) lachen kann, demonstriert man eine Haltung, die der Aussage, man sei kein Rassist, diametral entgegensteht. Somit entsteht eine diffuse Form von Rassismus, man hält es für vertretbar, im vertrauten Kreis über solche Witze zu lachen, aber nicht, die Vorurteile oder Aussagen direkt anzubringen.
Eine ganz ähnliche Haltung kann man im Umgang mit dem Auto beobachten. Man gibt vor, grundsätzlich ein umweltbewusster Mensch zu sein, der die Problematik des CO2-Ausstosses erkannt hat und darauf reagieren kann. Nun gibt es zwei Haltungen: Entweder, man benützt ganz selbstverständlich das Auto und gibt, wird man auf diese Praxis angesprochen, Bequemlichkeitsgründe an (mehr Zeit, müsste im Zug vielleicht stehen, »das mach ich nicht mehr mit« etc.) Oder aber, und das scheint eine mediale Tendenz zu sein, man spricht über Aspekte des Autofahrens, die ein »Öko-Fundi« nie verstehen könnte; z.B. das »geile« Gefühl eines Blick-Bundeshausredaktors beim Testen einer Corvette. Ähnlich auch die Aufforderung des Magazins, die portraitierten Fussballer sollen sich vor ihrem Auto zeigen, wobei dann Sätze fallen wie diese hier (zum Leben von Mario Eggimann):

Fussballer mit Porsche, das ist ein Klischee, das er nicht erfüllen will, auch wenn er einen Porsche hat. Man einigt sich schliesslich auf ein Porträt mit seinem Zweitauto, einem Audi Q7 Kombi, einer Familienkarosse, deren Anschaffung nötig wurde, als im Februar dieses Jahres eine Tochter zur Welt kam.
Selbstverständlich wird die Anschaffung eines solchen Autos »nötig«, wenn ein Kind auf die Welt kommt, schliesslich kaufen sich alle werdenden Eltern ein SUV, das ein Energieeffizienzlabel von G hat und rund 20 Liter im Stadtverkehr verbraucht - und nebenher ca. 100'000 Schweizer Franken kostet.
Zum Schluss zwei Aussagen. Gegenargumente sind herzlich willkommen!
  1. In Westeuropa ist es nicht verantwortbar, den Arbeitsweg mit dem Auto zurückzulegen. Wer nicht in vernünftiger Frist am Arbeitsort ist, soll umziehen. (Lange Arbeitswege werden in der Schweiz durch Steuerabzüge gar noch subventioniert, anstatt mit einem Zuschlag belegt.)
  2. Eine Auto, das mehr als 6 Liter verbraucht, zu fahren, müsste eine moralisch anrüchige Handlung werden.

Der intelligenteste Browser

Die IQ-League wertet ihren IQ-Test nach Browser und OS aus, wie slashdot berichtet. Welchen Browser benützen wohl die intelligentesten Leute - und welches Betriebssystem?
(Tipp: Der Schreiber setzt auf den Firefox-Browser auf Mac OS X.)

Samstag, 24. Mai 2008

Vom Nutzen und Nachtheil der Demokratie

Wir sollen zu einer Vorlage Stellung nehmen, die »für demokratische Einbürgerungen« betitelt ist. Nun ist »für Demokratie« zu sein in Westeuropa ein wenig auszeichnendes Merkmal, wer könnte nicht für Demokratie sein, wo doch Demokratie erstens die Basis unseres Wohlstands und die Basis unserer moralischen Superiorität gegenüber allen anderen Ländern und Völkern ist. Wären die auch demokratisch, würds denen auch so gut wie uns gehen - so eine zugrunde liegende Annahme (vgl. dazu den ausgezeichneten Artikel von Zizek im Tagi-Magi).
Kritisiert man demokratische Prozesse, so kriegt man recht schnell das Bonmot von Churchill zu hören, wonach Demokratie die schlechteste aller Staatsformen sei, wenn man alle anderen ausnähme. Dennoch hier ein paar kritische Anmerkungen, die zeigen sollen, dass man gegen demokratische Einbürgerungen sein kann, selbst wenn es sich dabei nicht um eine ideologische Wortverdrehung der Marketingmaschine SVP (siehe aktuelle WOZ) handeln würde.

  • Demokratie funktioniert nur in überschaubaren Gemeinschaften: Hintergründe und Folgen von Entscheiden müssen für die darüber Befindenden erkennbar sein, damit sie ein sinnvolles Urteil abgeben können.
  • Eine Meinung ist kein Urteil: Ich mag eine Meinung darüber haben, welches das beste Team an der Euro 08 ist (Kroatien), aber ich würde mir darüber kein Urteil (das rational begründbar sein müsste) anmassen. Bei den meisten Vorlagen, die in der Schweiz zur Abstimmung gelangen, muss ich einen erheblichen Aufwand betreiben, um von der Meinungsebene auf die Urteilsebene wechseln zu können; ein Aufwand, den die meisten Leute nicht auf sich zu nehmen gewillt sind.
  • In einer Demokratie sollte Beeinflussung von Abstimmenden nicht instituationalisiert und mit verdrehten und falschen so genannten Fakten erfolgen - was in jedem demokratischen Land aber der Fall ist. Wir leben in Marketingdemokratien.
  • Demokratisch gefällte Entscheide sollten für die Betroffenen verbindlich sein. Gerade die wichtigsten Institutionen (multinationale Konzerne) unterliegen demokratischen Prozessen nicht mehr, sie gehören zu keiner Gemeinschaft und wechseln Länder und Regionen nach Belieben, um nach eigenem Gutdünken vorgehen zu können - dem Gutdünken ihrer Aktionäre, also der Besitzenden. Faktisch werden wir von den Besitzenden regiert.
  • Demokratie bedeutet eine Balance zwischen Minderheiten und der Mehrheit. Die Mehrheitsentscheide müssen die Bedürfnisse der Minderheiten respektieren und aufnehmen. Das passiert in der jetzigen Situation ungenügend, und zwar vor allem in Hinsicht auf Ausländerinnen und Ausländer, die sämtlichen Pflichten unterworfen sind, denen auch Schweizerinnen und Schweizer unterworfen sind, aber nicht die gleichen Rechte haben. Das ist eine Diskriminierung, die nicht begründet werden kann(um die Rechte zu erhalten, muss man die Pflichten erfüllen, nicht sich in einer diffusen Art und Weise »integrieren«).
Ich könnte weitere Punkte anfügen, habe mich grade in Fahrt geschrieben: Doch die Stossrichtung ist klar. Kann man was ändern? Wohl kaum. Demokratie ist daher das überzeugendste System, weil es sich selbst auch abschaffen könnte, und gerade das zeigt die Einbürgerungsinitiative, welche die Basis unseres Rechtsstaates angreift. Leute, die sich scheinbar für das einsetzen, wofür die Schweiz steht, demontieren im gleichen Atemzug die wichtigsten Prozesse, die unser System einen gewissen Idealismus geben: Den, dass wir niemanden diskriminieren, alle gleich und fair behandeln. Und dazu brauchen wir keinen Systemwechsel, um das weiterhin zu tun.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Ein EM-Text

Meine EM-Skepsis nähert sich derart schnell einem Höhepunkt, dass ich schon fast wieder begeistert bin. Und erhalte eine Mail von Simon, der schreibt:

Ich hab nun doch was zur EM gemacht, wollte Baschi das Feld nicht kampflos überlassen. Du findest das Audio-File hier.

Wenn Dir mein Slam-Text zur EURO 08 gefällt, dann mail ihn doch weiter, würde mich freuen.

Im Herbst 08 erscheint "Bissig in Moll", mein Buch mit CD. Hier kann man es bereits jetzt bestellen: www.echtzeit.ch

Freitag, 16. Mai 2008

Mehr lebende als tote Menschen - das Hamlet-Problem

In Jonathan Safran Foers letztem Roman, Extremely Loud & Icredibly Close, erwähnt der Ich-Erzähler, er habe in National Geographic gelesen, es gäbe mehr lebende Menschen als je gestorben seien. Oder anders formuliert: Wenn jede lebende Person gleichzeitig Hamlet spielen möchte und dazu einen Totenkopf braucht, gäbe es zu wenig Totenköpfe. Stimmt das? Nicht so einfach zu beantworten. Angenommen, es habe einmal den Moment gegeben, an dem es gleich viele Tote wie lebende Menschen gegeben hat, z.B. 10 oder 10'000 oder 10 Millionen.
In diesem Moment überlegen wir uns: sterbende Menschen pro Zeiteinheit (z.B. an einem Tag) - neu geborene Menschen pro Zeiteinheit.
Angenommen, an einem Tag sterben 2 Menschen und 3 werden neu geboren. Dann gibt es sicher Bevölkerungswachstum. Doch sind immer noch gleich viele tot wie lebendig? Nachrechnen ergibt:
Tote: 10+2 = 12
Lebende: 10-2+3 = 11
Wir sehen schnell: Es müssten doppelt so viele Menschen geboren werden, wie sterben, und das jeden Tag. Ob das so ist, oder nicht (bzw. schon immer so gewesen ist), können Demographen beantworten. Und sie sagen Folgendes:
Es gibt ungefähr 100 Millarden tote, aber nur ungefähr 7 Millarden lebende Menschen. Schluss: Stimmt nicht. Urban Legend. Faktoid. Aber ein Partyklassiker, wenn man nur die Zahlen etwas hinbiegt, z.B. pro Sekunde sterben 1.3 Menschen, aber es werden 3 neue geboren, also...

Donnerstag, 8. Mai 2008

Küng Challenge

Der Freakonomics-Blog sucht namhafte Ökonomen, die Clintons und McCains Vorschlag, während der Sommerferien die Treibstoffsteuer auszusetzen (wohl um die Urlaubenden zu belohnen) unterstützen würden. Gefunden hat er - bislang keine oder keinen.
Ich möchte dieses Vorgehen nun kopieren - ich suche eine medienkundige Peron, die unter Angaben von Gründen die folgende Behauptung stützen würde, Max Küng sei der beste Kolumnist der Schweiz (oder der bestaussehendste). Man darf sich in den Kommentaren austoben.

Montag, 5. Mai 2008

Englische Wörter, Teil X

Mal wieder zwei Wörter aus dem letzten Post von PostSecret (beim Lesen der Seite auf dem Netz und nicht in NetNewsWire eine Sinnkrise - was, wenn die deutschen Varianten nur nachgemachte Übersetzungen aus dem Englischen wären, alle Geheimnisse gar nicht wahr...ja, was dann?) habe ich mal wieder zwei englische Wörter aufgeschnappt, die der Welt erklärt gehören:

  • to ogle heißt angaffen - Brechts Galilei sagt dazu, dass gaffen nicht sehen sei, ganz recht
  • enema bezeichnet einen Einlauf (und gemäss irgendeiner Regel 34 gibt es davon auch Pornographie, wie PostSecret zeigt)

Trappatoni works friendly for the Nationalteam

Gewisse Fussballtrainer scheinen im Alter ein komisches Talent zu entwickeln (dass Gress lustiger ist, als alle seine Imitatoren zusammen, ist kein Geheimnis), das seltsamerweise nicht immer mit einer Einbusse an Sachkompetenz und Autorität einhergeht.
Und so applaudieren die versammelten Journalisten auch Trappatoni (unglaublich, wie viele das sind), obwohl er sich erstens nicht ausdrücken kann, zweitens offensichtlich keine Ahnung von der Mannschaft hat und drittens sagt, er habe Irland gewählt, weil das die kleinste Herausforderung für ihn sei (vielleicht hat er das sogar noch als Kompliment gemeint). Man sehe selbst:

Samstag, 3. Mai 2008

Web 2.0 becomes Real World

Gestern lese ich nichts ahnend ein Buch. Und stolpere über ein Zitat, das mir irgendwie bekannt vorkommt. Und merke: Das kommt mir nicht nur bekannt vor, sondern das stammt von mir, aus meiner Feder, ist ein Erguss meines Intellekts, und dazu ein peinlicher.
Soviel sei gesagt: Das Buch, in dem das Zitat vorkommt, ist Generation Doof (ich werde nicht als Vertreter der Generation, sondern als Kommentator zitiert, immerhin), und die zitierte Äußerung findet sich auf LycosIQ. Alles weitere soll ein lösbares Rätsel bleiben.

Freitag, 25. April 2008

»Go fuck yourself!«

Es gibt Sätze, die man nur sagen kann, wenn man ein Talent dafür hat. Für heftige Auseinandersetzungen, in denen zu ultimativen Mitteln gegriffen werden soll, ist Philip Seymour Hoffman der Go-To-Man, wie man im Basketball sagen würde.
Hier die beiden besten Szenen, in denen er sein Talent ausspielt (Charlie Wilson's War und Punch Drunk Love):

Anderson: You The Living

Bekanntlich heißen einige Regisseure Anderson, die man mal auseinanderhalten sollte, da sie zu den interessanteren ihrer »Zunft« gehören:


Gute Interviews Teil II

An dieser Stelle wurde bereits ein legendäres Interview kurz präsentiert, es folgt das nächste, wiederum aus der Weltwoche, wo Männer sich wirklich vorteilhaft präsentieren können, insbesondere derjenige, der das Editorial schreibt.
Aber wenden wir uns einem sympathischeren Herrn zu, der von sich sagt (und ich wage, das noch kurz zu kommentieren):
»Ich hoffe darauf, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Aber wie es aussieht, das kann ich mir nicht vorstellen.«
»Ich wäre gern für einen Tag ein Delfin. So könnte ich die Ozeane erkunden.« - Vielleicht sieht ja so das Leben nach dem Tod aus?
»Die Medien tun so, als sei ich langweilig, was nicht stimmt. Ich kann super Partys machen.«
»Michael Jacksons Lieder sind die besten aller Zeiten. Zum Beispiel der »Earth Song«.« - Zugegeben: Den ersten Teil könnte man stehen lassen, wenn sich der gute Mann auch mal ältere Songs angehört haben, die zu seiner Primarschulzeit nicht mehr liefen.
Und meine Lieblingsantwort:
»Max Frischs Werke beeindrucken mich, ganz generell. Sie funktionieren als simple Geschichten, haben aber immer noch andere Bedeutungsebenen.« - Wenn das kein schöner Satz ist. Tipp an alle kommenden Fragebogenausfüllerinnen und -füller: »Max Frisch« durch die Autorin oder den Autor Ihrer Wahl ersetzen und - voilà!
So viel Häme für heute, vielleicht kommt mir bald was Konstruktiveres in den Sinn. Der gar nicht langweilige Partymacher ist Stephan Weiler, der auch Sex und Geschlechtsverkehr unterscheiden kann, damit auch das noch gesagt ist.

Samstag, 12. April 2008

Der Star des Küchentischs

Bevor er der Verzehrung anheimfällt, muss er für die Nachwelt festgehalten werden: Der grinsende Coco-Biker. Osterhasen kommen natürlich aus Tahiti und riden ein »Bike«, Coco-Biker heißen sie, wenn sie mit Kokosraspeln gefüllt sind.
(Im Hintergrund sieht man ein eher prototypisches Modell...)

Donnerstag, 10. April 2008

Gogglegänger

Ein Googlegänger ist eine Person, die an der Stelle der Person in Google auftaucht, die ich googlen will. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht - seinen Namen in Google eingeben und die erste Person, die auftaucht, und die man nicht selbst ist, ist Googlegänger Nummer 1 (ein netter Germanismus, das Wort übrigens).

Hier ist das IMDb-Profil meines Googlegängers, eines argentinischen Filmeditors (?).

Dazu nun eine tolle Geschichte, bei radosh.net aufgeschnappt: Stephanie Rosenbloom hat heute einen Artikel auf der Titelseite der NY Times über das Thema Googlegänger geschrieben. Nun hat diese Stephanie Rosenbloom eine Googlegängerin, die ebenfalls für die NY Times schreibt - und zwar darüber, sich selbst zu googlen. Und nun der Clou - die beiden sind natürlich nicht die gleiche Stephanie Rosenbloom. Wer's nicht glaubt, sehe sich bei radosh.net die Bilder an - »What are the odds?«, bleibt zu fragen.

Wissen und Fussball teilen

Die Uni Zürich (meine alma mater, notabene) wird ja 175 Jahre alt. Anlass, für ein grosses Jubiläum, weil 175 Jahre ist ja irgendwie viel und fast rund, also 7 mal 25 oder so, Anlass für ein Fest. Und da wird Wissen geteilt, wie man sich das auch immer vorstellen muss (der Bullshit-Verdacht liegt schon sehr nahe). Aber es kommt noch besser - an »ausgewählte Uni-Access-Teilnehmerinnen« wird folgende Mail verschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Fussballfreunde,

Unsere Universität feiert dieses Jahr Ihren 175. Geburtstag unter dem Motto Wissen teilen. In diesem Motto kommt die Nähe der Universität zur Gesellschaft zum Ausdruck. Es bietet sich an, dass wir uns auch mit dem im Sommer 2008 im Vordergrund stehenden gesellschaftlichen Phänomen, der Fussballbegeisterung, befassen.

Vom 5.-6. Juni 2008 wird daher an unserer Universität das Zurich Football Forum
stattfinden, bei dem das Phänomen Fussball aus unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven beleuchtet wird.
Auf der Liste der Referenten und Diskutanten stehen u.a. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, Stadtpräsident Elmar Ledergerber, Rektor Hans Weder, [...]

Wir laden Sie herzlich ein, unsere Website unter folgendem Link zu besuchen:
http://www.175jahre.uzh.ch/football-forum

Man könnte unser Anliegen wie folgt zusammenfassen: Fussball mit dem Fuss, Fussball mit den Händen, Fussball mit dem Kopf und dann auch schliesslich noch Fussball schauen ... sozusagen Fussball total.

Sie sind herzlich eingeladen!

Mit sportlichen Grüssen
Egon Franck
Prof. Dr. Egon Franck
Universität Zürich
Institut für Strategie und Unternehmensökonomik [...]
Egon Franck, also Prof. Dr. Egon Franck, Professor für »Strategie und Unternehmensökonomik«, ist ein Wurf gelungen. Nicht nur hat er wirklich relevante Persönlichkeiten gefunden, die von Fussball was verstehen, wie den Stapi, den Rektor und weitere Professoren, die ich per [...] ausgeklammert habe, sondern er findet auch ein wirklich kreatives Thema, um Wissen zu teilen. So kann man sich darunter wirklich was vorstellen, endlich! Und dann auch die Formulierungen: »mit dem Fuss, mit den Händen, mit dem Kopf, schauen« - Pestalozzi lässt grüssen, der gute Professor versteht auch noch was von Pädagogik! (Und er kann, betrachtet man seine Publikationsliste (Link von seiner Lehrstuhlpage), als eigentlicher Fussballologe gelten...)
Und mal etwas ernsthafter: Was ist das für eine Unsitte, dass alle Intellektuellen den Eindruck haben, in Jahren wie diesen Fussball zu einem wissenschaftlichen Thema machen zu müssen. Mögen wir nicht Fussball, weil es nichts Intelligentes ist, weil man darüber eben nicht gross nachdenken muss. Nun gut - auch dieses Jahr werden wir von Publikationen, Zeitungsartikeln, Foren und Ähnlichem nicht verschont blieben, Widerstand zwecklos. Ich habs versucht.

Mittwoch, 9. April 2008

Drei Blogs

Zum Prokrastinieren wieder mal die Blogosphere durchstöbert und ein paar Titel in meinen RSS-Reader aufgenommen. Drei Empfehlungen, nicht alle ganz taufrisch:

  1. PostSecret
    Leute schicken Postkarten mit Geheimnissen ein. Was auf den ersten Blick lustig scheint, enthält auch eine abgründige Seite - der Blog zeigt recht schön, an welchen Problem eine Gesellschaft zu kauen hat, in der es Web 2.0 gibt.
  2. Indexed
    Ein Diagramm zu jedem neuen Morgen. Mal witziger, mal absurder, mal sinnlos, aber immer wieder überraschend.
  3. LifeHacker
    Platz 3 war hart umkämpft, aber wenn man am Prokrastinieren ist, scheint ein Blog über die Frage, wie man produktiver werden könnte mit all den technischen Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen, sinnvoll (hier ein Beispiel). Und schon bin ich daran, neue Software auf mein iPhone zu laden, die mich dann noch produktiver macht.
Und noch ein Spiel, vom ausgezeichneten Freakonomics-Blog: Echte historische Börsenkurse werden angezeigt und man muss raten, was mit dem Kurs passiert. Wie einfach Börse doch sein kann!

Montag, 7. April 2008

Sex und Geschlechtsverkehr

Es könnte eine Frage von Borat sein: »Was ist der Unterschied zwischen Sex und Geschlechtsverkehr?«
Seit der Mr. Schweiz-Wahl stellt Sie sich aber tatsächlich: Der neue Mr. Schweiz, Stephan Weller, scheint diesen Unterschied zu kennen. Auf dem »heißen Stuhl« (mit der seltsamen Computerstimme) sagt er - auf eine der härtesten Fragen, notabene:

Sex het bi mir, also Gschlechtsverkehr het bi mir mit Gfühl ztue (Video ab 102:00)
Beim Googeln der beiden Begriffe erfasst man sofort, wie zentral die korrekte Begriffswahl in diesem Bereich ist, heißt es doch beispielsweise bei Wikipedia:
Oft wird Geschlechtsverkehr heute als Sex bezeichnet, wobei dieser Begriff aber noch viele weitere Bedeutungen hat und sich deshalb im populären Sprachgebrauch auf alle zwischenmenschlichen Handlungen bezieht, die der sexuellen Befriedigung dienen.
Oder eine Seite zum Thema »Die Mythen der Männer« verkündet:
Sex = Geschlechtsverkehr - und nur der macht tatsächlich Sinn. Andere Formen der körperlichen Liebe scheinen weniger befriedigend oder sind lediglich als Vorspiel zum eigentlichen Akt gedacht. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass es Situationen gibt, in denen Zärtlichkeiten und Petting die einzigen möglichen Formen des sexuellen Beisammenseins darstellen können und auch durchaus als befriedigend erlebt werden. Die Konzentration auf's "Wesentliche" kann dazu führen, dass bei Erektionsstörungen im Alter auf Sex völlig verzichtet wird, weil für viele Männer eben nur der Geschlechtsverkehr zählt. Hier ist sicher ein Umdenken notwendig, nicht nur von den Männern, sondern auch von den Frauen, die diese männlichen Mythen häufig unterstützen.
Man würde ohne grosses Nachdenken wirklich an eine Gleichsetzung glauben, doch der neue Mr. Schweiz ist uns da einen Schritt voraus. Während alle sexuellen Handlungen für ihn nichts mit Gefühlen zu tun haben, macht er bei Geschlechtsverkehr eine Ausnahme. Das ist ihm hoch anzurechnen.

Ein paar Zitate

Ein Künstler gibt ein Interview. Und sagt solche Dinge:

»Ich schreibe, wie es ist. ... Ich schreibe, was in den Köpfen der Menschen stattfindet. Das sind Abgründe.«
»Ich interessiere mich halt sehr für Frauen, weil mich das Fremde mehr interessiert als das Eigene.«
»Man muss, will man Erfolg haben, Frauen einfach nur zuhören, kein Freak sein und sie zum Lachen bringen.«
»Frauen sind sachlicher, Männer romantischer.«
»Ja, im Sex erkennt man die Menschen.«
»Ein Text ist gut, wenn er lebt. Das ist Glück für mich.«
»Beziehungen sind ein globales Thema.«
»Ich habe eine sehr durchlässige Persönlichkeit.«
»Wenn mir das Schreiben leicht fällt, wird's gut. Aber es ist schwer, dass es mir leichtfällt.« 
»Ach, was ich denke, ist doch nicht schlauer als das, was andere denken.« 
»Gut und Böse gibt es nicht wirklich. Blocher ist vielleicht kein böser Mensch, aber er macht böse Sachen.«
»Ich habe das Ziel, ein guter Mensch zu sein. Das reicht.«
Damit reicht das auch hier. Der Künstler ist Peter Stamm, und meine Frage an ihn, dürfte ich das Interview mit ihm führen, wäre: Was erwartet man, dass die Leute von einem denken, wenn man in einem rechtspopulistischen Blatt (Weltwoche) solche Sätze von sich gibt?

Serge Gainsbourg macht Komplimente

Whitney Houston tritt im April 1986 im französischen Fernsehen (»Champs Elysées«) auf und trifft - auf Serge Gainsbourg, der dann Folgendes zu ihr sagt:

Gut, wenn man sowas am Morgen als erstes sieht...
P.S.: Irgendwie geht »googlen« ja schon gut als Verb. Aber wie sagt man, wenn man was auf Youtube sucht?

Sonntag, 6. April 2008

Setting up Vista mit Boot Camp

In "a breeze" geht das, würde der gewiefte Amerikaner sagen, wenn man Vista auf einem OS X Laptop aufsetzen möchte.
1. Schritt: Partition erstellen.
2. Schritt: Vista installieren, mit einer Originalcd (oder so) problemlos, aktivieren, tiptop.
3. Schritt: Treiber installieren, die sich auf einer Dual-Layer-OS X-Installations-DVD befinden. Soweit auch alles gut - aber die Treiber tun nix. Erkennen weder Soundkarte noch Grafikkarte, auch nicht die speziellen Tasten, das Trackpad, Wireless-Karte: nix. Mehrfach "repariert", wobei Vista (warum wollte ich das genau noch mal installieren?) mit ständigen Warnungen nervt, nervt, nerv. Und siehe da: Es geht immer noch nichts. Da keine Internetverbindung, OS X starten, googeln. Problem unbekannt, man findet nur alte Seiten, wo noch mit Boot Camp experimentiert worden ist. Was zum Teufel ist los?
4. Schritt: Erkenntnis. Aha - man kann nicht irgendeine Leopard-DVD nehmen, sondern muss die nehmen, die zum Gerät geliefert worden ist. Denn: Nur da sind die richtigen Treiber drauf. Das merkt weder die DVD noch das Gerät - und lösen lässt sich das Problem, irgendwie, auch nicht, ohne die ganz korrekte DVD.
Nun läuft aber alles - inklusive, insbesonder: Guitar Hero III. Let's rock.

Sonntag, 23. März 2008

Do not reply

Oft verschicken Firmen Emails von Adressen aus, auf die sie keine Antwort erhalten möchten. Das ist verständlich - gibt es doch speziell dafür angestellte Leute, die verschiedenen Emails zu lesen, die Kunden so schicken können.
Einige Firmen - vor allem in den USA, offenbar - verwenden dafür die Adresse xy@donotreply.com. Im Jahre 2000 hat ein findiger Blogger die Domain donotreply.com gekauft und erhält nun sämtliche Mails, die an diese Adressen geschickt werden, auch die, welche ein System »bounct«, also automatisch zurückschickt. Oft sind darin aber auch die ersten Mail als Reply enthalten. Resultat: Der gute Mann (chet heisst er offenbar) erhält Mails mit privaten Daten von Banktransfers über Materialverschiebungen im Irak bis zu unsicheren Computersystemen.
Liest man den Blog, so wird man selbst als vertrauensvoller Netzbenutzer wie ich etwas verunsichert, hab ich mir doch grad ein .mac-Account gegönnt und synchronisiere nun alle sensiblen Daten mit dem Internet.

Samstag, 15. März 2008

Zugkonversation(en)

Seit Dummheit Mode geworden ist und einem die Zeitungen sagen müssen, dass Marco Polo nicht nur eine Kleidermarke ist, feiert die Textsorte "S-Bahn-Konversation" Urstände. Mit oder ohne Kopfhörer ausgerüstete Menschen belauschen ihre Mitfahrenden in Pendlerzüge - und protokollieren die dann in der Blogsphäre oder in Wochenmagazinen. Nun gut, solchen Eigentümlichkeiten moderner Medien kann ich mich nicht länger verwehren und protokolliere, was meine beiden Gegenüber in der S12 ca. halb eins von Schlieren bis Zürich HB besprochen haben, das das Gespräch auch noch eines meiner Lieblingsthemen, den Buddhismus, berührt:

A (Frau, ca. 18-jährig, unauffällig in Kleidung und Style): »Du weisch, es isch nöd so eifach, de Buddhismus z erkläre.«
B (Mann, gleich alt, gebräunt, blaue Augen, gekleidet wie ein Fussballspieler nach dem Training): «Ja, klar.«
A: »Ich mein, erkläre chan ich das eigentlich scho, na guet, aber nöd so, dass es anderi verstönd.«
B: »Ja, voll.«
A: »Aso zum Bispil d Entstehig vo de Welt. Ich weiss scho, wie mir Buddhiste das verstönd, ich meine, mir glaubed ja ad Ewigkeit und Wiedergeburt und so, aber ebe - ich chan das eifach nöd so erkläre...«
B: »Aber glaubed mir nöd au in Urknall?«
A: (verunsichert) »Urknall? Aso so... ah, ja, villich scho, aso ja, doch Urknall, klar...«
B: »Aso, i dem glaubed mir doch voll wüsseschaftlich, oder?«
A: »Ja, wüsseschaftlich, scho on. Aber da gits ja ganz vil verschiedeni Richtige von Buddhiste, es git sogar sönig, wo glaubed, dass de Buddha en Gott isch.«
B: »Ja, de erlüchteti Buddha, oder?«
A: »Nei, mir sind denn irgendwenn mal erlüchtet, aber de Buddha, aso die glaubed eifach, dass iri Statue en Gott isch.«
B: »Aber tüends en denn nöd so belüchte?«
A: (langsam etwas lustlos) »Ja scho, chan scho si. Aso ich glaub eifach, ich bin denn mal erlüchted. Weisch, durum schrib ich ja aus es Buech. Schribsch du au?«
B: »Ja, schribe, also isch, nei, nöd es Buech, aso ich han fasch kei Zit, ich schribe scho, aber ich chume eifach nie dezue.«
A: »Ja, es brucht scho vil Zit. Mis het scho 28 Site. Es heisst ebe "Die vier Schwestern und die Schatzsuche". Es isch voll Fantasy, so.«
B: »Tönt au so, voll.«
A: (nun am Aussteigen) »Wenn d Zit hesch, chan ich dir scho säge, um was es gaht.«
B: »Mal luege, wenn min Zug fahrt.«

Montag, 10. März 2008

Warum die Erde rund ist - und es doch nicht ist...

Man würde denken, es gebe kaum was Selbstverständlicheres, als dass die Erde rund ist. Man betrachte nur mal einen klassischen Erdaufgang, vom Mond aus gesehen:



Die Selbstverständlichkeit ist eine doppelte: Nämlich erstens, dass ein Blick von aussen verfügbar ist, dass also das, was uns diese Bilder zeigen (wer hat sie aufgenommen? woher wissen wir, dass Sie ein Realität abbilden?), vertrauenswürdig ist, und zweitens, dass wir Aufgänge von Himmelskörper kennen, dass sich die Erde also so verhält, wie andere Himmelskörper auch, was so nicht selbstverständlich ist.
In aller Kürze sollen Argumente aufgezeigt werden, die dafür sprechen, dass die Erde eine Kugel ist - wenn man davon ausgeht, dass ein Blick von ausserhalb der Erde nicht möglich ist.

  1. Von einem Schiff wird zuerst der Mast sichtbar. Also muss sich sein Rumpf unterhalb der Linie unseres Blickes befinden, die Erde also gewölbt sein.
    (Bilder Peter Apian, Antwerpen 1540)



  2. Bei Reisen nach Norden oder Süden verändern die Sternbilder ihre Höhen. Für die Nordhalbkugel kann der Polarstern verwendet werden, um die Position (den Breitengrad) zu bestimmen.
    Deshalb kann von einer Wölbung der Erde ausgegangen werden.



  3. Bei einer Mondfinsternis ist der Schatten der Erde immer als Kreis sichtbar, der ungefähr drei Mal so gross ist wie der Mond. Wäre die Erde keine Kugel, müssten auch andere Schatten sichtbar sein, sofern die Himmelskörper ihre Position verändern.
    (Zuerst wiederum die Darstellung von Apian von 1540 (Quelle), dann die photographische Evidenz.)




  4. Eratosthenes hat ca. 200 Jahre vor Christus schon den Erdradius bemessen. Aus dem unterschiedlichen Einfallswinkel der Sonnenstrahlen hat er mit einem simplen Dreisatz berechnet, wie gross der Umfang der Erde ungefähr sein müsste.









All diese Beweise sind eher Hinweise - keiner ist logisch zu 100% schlüssig und kommt ohne weit reichende Annahmen aus. Interessant ist, dass diese vier Gedankengänge (und es handelt sich wohl um eine komplette Aufzählung, weitere schlagende Argumente gibt es meines Wissens nicht) schon 200 Jahre vor Christus bekannt waren und unter Gelehrten nie in Vergessenheit gerieten. D.h. niemand Wichtiges dachte im Mittelalter daran, die Erde könnte eine Scheibe sein. Dass viele Leute heute denken, das sei das dominierende Weltbild des Mittelalters gewesen, ist dem Mythos der flachen Erde geschuldet, einer seit der Frühaufklärung einsetzenden Tendenz, der Kirche zu unterstellen, sie habe im Mittelalter eine verfehlte Vorstellung von der Form der Welt verbreitet und damit die Ignoranz gefördert, sich wissenschaftsfeindlich verhalten.
Die Erde ist aber keine Kugel und auch kein Ellipsoid. Die Ellipsoidform würde sich von der Überlegung her ableiten, dass die Erde an den Polen aufgrund der stärkeren Rotation abflacht (sehr populärwissenschaftlich gesagt). Das haben Expeditionen im frühen 18. Jahrhundert ergeben, als man herausgefunden hat, dass erstens Pendel nicht überall auf der Erde gleich schnell schwingen (d.h. die Erdanziehung und damit die Entfernung zum Erdmittelpunkt ist nicht überall gleich gross), und dass zweitens gleich grosse Winkel nicht überall auf der Erdkugel gleich lange Strecken ergeben.
Die genaue Form der Erde anzugeben, ist mathematisch praktisch nicht möglich. Physiker verwenden ein Geoid, eine Art Modell, das für jeden Punkt ähnliche Bedingungen annimmt (Link empfehlenswert).
Etwas überzeichnet sind folgende beiden Darstellungen aufschlussreich:

Donnerstag, 6. März 2008

Eine Bestellung

Wenn man was zu essen bestellt, kriegt man einen Zettel... Was da wohl draufsteht?

Dienstag, 19. Februar 2008

Recht oder Privileg?

Autofahren zu können oder zu dürfen sollte meines Erachtens nicht ein Recht sein, sondern ein Privileg - das einem auch wieder entzogen werden kann, und zwar permanent. Der gute Herr, dessen Prozess der Tagi beschreibt, scheint dieses Privileg irgendwie nicht korrekt schätzen zu können, und würde meines Erachtens sicherer leben, wenn es ihm entzogen würde.
Damit sollen nicht drastischere Strafen gefordert werden, sondern ein anderer Blick auf das Recht, Motorfahrzeuge lenken zu dürfen. Einen gestrickten Ferrari dürfen allerdings alle Leute steuern...

Wikileaks

Die Bank Julius Bär lässt wikileaks.org schließen, wo anonym Dokumente zu ihren offshore-Aktivitäten raufgeladen worden sind. Ein kalifornisches Gericht verbietet der Firma Dynasoft, den Domainnamen weiterhin zu brauchen (die Site, oben verlinkt, kann über die IP-Adresse jedoch weiterhin eingesehen werden).
Ein juristisch sehr interessanter Fall, wie mir scheint. Hier findet man Details des Gerichtsbeschlusses.
Das Portal scheint mir sehr interessant zu sein, enthält es doch offenbar klassifizierte Dokumente, so zum Beispiel in Bezug zu Julius Bär auch Gerichtsurteile und Ähnliches. Ich bleibe sowas von dran.

Sonntag, 17. Februar 2008

Eine Abschlussarbeit der anderen Art

Diplomarbeiten, Abschlussarbeiten und Ähnliche Produkte zum Erwerb eines Abschlusses entfalten ja in den seltensten Fällen grosse Publikumswirkung, sondern werden gemäss einer Statistik, die ich noch nicht gefunden habe (Kommentare?) im Schnitt von ca. 0.6 Personen gelesen.

Eine veritable Alternative dazu stellen wirklich sinnvolle Produkte wie dieser gestrickte Ferrari dar - ein Auto mit einer vorbildlichen Energiebilanz und ein Ferrari dazu, was will man mehr... (eine Quelle)

Mittwoch, 13. Februar 2008

Web 2.0 Erfahrung komplett - bring on 3.0

Da ich diese Woche nun auch zum erfolgreichen eBay-Händler geworden bin und ein Facebook-Account errichtet habe (search for Philippe Wampfler), befinde ich meine Web 2.0 Erfahrung für ausreichend. Das Bild enthält einen nette Craigslist-Annonce, von denen ich Auszüge in mein nächstes eBay-Inserat zu übernehmen gedenke...

Dienstag, 12. Februar 2008

Alle Mobiltelefone

Da nun eine neue Ära des Mobiltelefonie angebrochen zu sein scheint, lädt die Situation zu einem technologischen Rückblick ein. Hier die Galerie aller Telefone, die ich je besessen und benutzt hab. Die Links führen zur GSM-Arena, wo es detaillierte Beschreibungen aller Geräte gibt.
1. Ericsson GH 688 (ca. 1997)
Erinnere mich an einen Job an einer Abendschule in Aarau, nach dem ich jeweils über dieses Handy kommunziert habe. Ist eigentlich noch ganz hübsch, wenn diese Antenne nicht wär.






2. Nokia 3210 (ca. 1999)
Das hatte ich in grau, war vor allem sexy, weil eben ohne Antenne, dazumals ungefähr ein Novum. Dieses Gerät schien ich eine Ewigkeit zu haben (was aber wohl nicht so gewesen ist), hat wirklich alles ausgehalten und sieht eigentlich immer noch recht schick aus.



3. Nokia 3310 (ca. 2002)
Das war damals blau und enorm viel Plastik - nie wirklich ein überzeugendes Ding, aber hatte einen Akku, der ungefähr eine Woche gehalten hat. Ich glaube, sowas brauchen Leute heut immer noch.






4. Nokia 8890 (ca. 2003)
Irgendwann musste ich wohl entdeckt haben, dass Handys für Normalsterbliche mir nicht so zusagen - und ich kaufe mit dieses Luxusteil, das ich mit einem Vertrag zu einem akzetablen Preis erhielt, das aber aufgrund seiner edlen Machart ein Vermögen gekostet hätte. Es fiel mir ungefähr drei Tage nach dem Kauf runter und hatte einen Kratzer - was ich mir nie verziehen habe.



5. Sony Ericsson T630 (2004)
Die Bekehrung zu Apple forderte auch ein Markenwechsel bei den Mobiltelefonen - nur ein ebenso weisses Handy konnte sich ebenso einfach synchronisieren lassen, wie mein iBook zu bedienen war. Zudem hatte es eine Kamera und ein Farbdisplay, ein Quantensprung, würde man fast denken.




6. Sony Ericsson K700i (2005)
Das Gerät genügte mir schnell nicht mehr - die Displays wurden immer besser, das des K700i war wirklich verlockend. Leider hatten alle diese SEs ein Problem - der Joystick stieg schneller als man es sich wünschte aus. Auf diesem Handy war gamen im grossen Stil möglich.


7. Sony Ericsson Z520 (2006)
Als Übergangslösung gedacht, weil Klapphandys nicht so mein Stil sind, fand ichs eigentlich ganz nett, aber dem K700i ganz ähnlich, wenn auch mit schlechterem Display.






8. QTek S200 (2006)
Was ich wollte - Kamera, Organizer, mobiles Internet, Handy, alles in einem Gerät. Aber nicht wie ich wollte: Unendlich langsam, ein Windows Mobile 5, das sich nicht bedienen liess, fast alle Applikationen im Hintergrund laufen liess - eine echte Enttäuschung, zumal es sich auch nicht synchronisieren liess, auch nach 100 Stunden nicht.
(Passte aber wiederum zu meinem mittlerweile schwarzen MacBook.)




9. Sony Ericsson K750 (2007)
Auch wieder als Übergang zum iPhone gedacht, war es doch eine solide Wahl, wie alle SE Geräte. Gute Kamera, perfektes Menu, viel Speicher.






10. Sony Ericsson W880i (2007)
Kurz vor dem iPhone kriegte ich dann dieses Bijou noch geschenkt - brillantes Display, liess sich im Portemonnaie verstauen, superschnell, ein wunderschönes Gerät, wenn nur nichts orange gefärbt gewesen wäre.




10 Jahre, 10 Geräte... Irgendetwas stimmt mit mir nicht - auch wenn all die brauchbaren Geräte noch immer im Einsatz gehalten werden, einfach nicht durch mich.

Sonntag, 10. Februar 2008

Die Meinungskrankheit

Eines der Probleme unserer Zeit sind Meinungen - im doppelten Sinne, dass es sie erstens gar nicht geben sollte und man zweitens nicht auf sie hören sollte.
Warum? Weil Meinungen in den meisten Fällen völlig irrelevant sind. Eine Meinung ist eine wertende Haltung hinsichtlich einer Tatsache. Also: »Es regnet.« Meine Meinung: »Ich finde es toll, völlig daneben, ungünstig..., dass [es regnet].« Was die Tatsache wenig beeinflussen mag. Anderes Beispiel: Die UBS ... Verlust ... Ospel ... Bonus. Was sind die Tatsachen? Was sind die Gründe? Völlig irrelevant. Hauptsache, die Kunden der UBS äussern ihre Meinung. Oder: Couchepin sagt möglicherweise etwas über Mörgeli, Mörgele, Mengele sowas. Wie wars wirklich? Völlig irrelevant, Hauptsache, man gibt seine Meinung zu besten.
Fazit: Say it like it is. Konzentrieren wir uns doch auf Tatsachen - und lassen das auch die Medien tun. Bitte keine TEDs mehr, keine Befragung der Leute auf der Strasse, keine Kommentare von Ahnungslosen, einfach mehr Tatsachen.

Und dann noch zwei Anmerkungen:
1. Das gilt natürlich auch für diesen Blog, auch wenn das äusserst schwer sein wird - eine Meinung abgeben zu können macht trotz allem irgendwie Spass.
2. Eigentlich spielen Tatsachen nur dann eine Rolle, wenn man sie verstehen kann. Falls aber Meinungen widerspiegeln, wie Leute Tatsachen interpretieren, dann haben sie ihre Berechtigung, und zwar mehr als Tatsachen.