Montag, 10. August 2009

Der typische Schweizer - Rene Kuhn

Das ist er - der typische Schweizer. Flo bzw. die Gemeinde Spreitenbach hat ihn gesucht: Will man in Spreitenbach eingebürgert werden (die Formulierung scheint schon paradox zu sein: man wird dann ja nicht in erster Linie Spreitenbacher, sondern Schweizer, aber so ist das halt mal), dann muss man folgende Frage beantworten können:

Was isst / hat der typische Schweizer?
Zunächst sollte man mal einen typischen Schweizer finden, und voilà, die brisanten News eines Sommerlochtages bringen ihn zum Vorschein, es ist Rene Kuhn. Von seinem leuchtenden Beispiel kann man einige Antworten auf die oben stehende Frage ableiten, denn als typischer Schweizer
  • hat man natürlich eine Frau, am besten eine rassige Russin, die auch noch so schön malen kann
  • hat man eine Homepage, auf der man deutlich macht, was man denkt, wofür man einsteht und wer man ist.
  • hat man Freude, wenn man aus den Ferien zurückkommt, insbesondere, wenn diese »in einem vom Kommunismus runter gewirtschafteten und gezeichneten Land« stattgefunden haben (man könnte denken, es handle sich um das Herkunftsland der rassigen Russin, und nicht auf das Land, das auf dem Bild zu sehen ist)
  • hat man nicht mehr so Freude, wenn man die linken Frauen in der Schweiz sieht, denn im Ferienland sind sich Frauen »nicht zu schade, sollten die Haare grau werden, diese zu färben, damit sie auch im Alter attraktiv wirken und nicht mit ihren grauen Haaren um 10 Jähre älter wirken«, und kommt dann zum Schluss: »Die linken Schweizer Frauen könnten noch einiges Lernen, aber diese Emanzen laufen lieber wie Vogelscheuchen umher.« [Quelle: zisch]
  • hat man noch weniger Freude, wenn andere die eigenen Gedanken auch lesen, denn dann muss man sich rechtfertigen, und das klingt dann so: »Warum sich die SP nun so über meine Äusserungen aufregt ist mir schleierhaft, denn ich meinte nicht einmal die Frauen aus dem Parlament, sondern was einem tagtäglich auf der Strasse begegnet. Aber da fühlen sich wohl einige angesprochen, obwohl ich nur eine kleine Minderheit damit meinte.«
  • hat man ganz allgemein ein solides Verständnis vom Rechtsstaat (auch Rene Kuhn darf auf seiner Homepage seine Meinung vertreten, auch wenn es sich nicht um die Meinung der SVP handelt, damit wäre auch der Punkt »Freiheitsrechte« aus dem Einbürgerungstest Spreitenbachs abgehandelt) und von politischen Mechanismen: Wenn Herr Kuhn nämlich nicht gewählt wird, liegt es daran, dass die Wahlbeteiligung bei 30% lag, denn: »Eine schlechte Wahlbeteiligung wirkt sich immer enorm auf die Ergebnisse der SVP aus.«
  • Leider erfährt man nicht, wovon sich der gute Mann neben Zigarren und gutem Wein ernährt, aber man kann annehmen, wie allen rechten Schweizer mag er auch mal einen Kebab und ein gutes Stück brasilianisches Rinderfilet, dem er dann als Schweizer Rindsfilet sagt.
Man kann froh sein, ist der typische Schweizer keine Frau, denn dann gehörte er zu dem, »was einem tagtäglich auf der Strasse begegnet«. In den 80er-Jahren hätten Leute vom Schlag Rene Kuhns sich selber geraten, doch nach Moskau zu gehen, wenn ihm dort die Frauen besser gefallen. Heute rät man ihm, sich doch die Homepage von einem Profi betreiben zu lassen, wenn er in der Politik wirklich Fuss fassen möchte.

P.S.: (klick to enlarge)

Kommentare:

Flohzirkus hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Weeee hat gesagt…

Schon wieder ein gelöschter Kommentar!

Flohzirkus hat gesagt…

Nun, der Herr Kuhn scheint, entgegen den Positionen seiner Partei, irgendwie ein Problem mit dem Volkswillen zu haben: "Das Volk wählt die Regierung welche es verdient und das Luzerner Volk verdient wohl nichts anderes." Vielleicht liegt es ja an der dialektischen Natur seiner politischen Positionen: "Für Freiheit im Verkehr - Die SVP will Grenzen setzen" (übrigens geht da um Srassenverkehr, nicht um Russinnen oder Dominikanerinnen. Und zu guter letzt: Weshalb scheinen die merkwürdigen Figuren immer aus Luzern zu kommen?

PS: das mit dem gelöschten Kommentar war ein versehen......

Anonym hat gesagt…

hui... die gesamte website ist gelöscht. auf der homepage erscheint diese nachricht (für spätere leser):

René Kuhn - Luzern

Nachdem sich die gesamte Medienlandschaft in der gesamten Schweiz auf mich eingeschworen hat und ich mit meinen privaten und persönlichen Äusserungen einen „Sommer-Skandal" herbeigeführt habe, werde ich heute Abend eine persönliche Mitteilung auf dieser Internetseite veröffentlichen.

Telefonische Anfragen kann ich zur Zeit nicht beantworten.

[Quelle (11.8.09, 18:40)]

da freue ich mich auf die mitteilung.

Stephan hat gesagt…

Jetzt ist die offizielle Stellungnahme also da - hammer! Dieser bornierte Mensch sieht sich offensichtlich als Winkelried der freien Meinung, als Rächer der Plebejer und als Seymour Hersh der Leuchtenstadt - es wäre zum lachen, wenn es nicht so traurig wäre...

Übrigens: Vor der Totalrenovation seiner Website heute morgen hat er sich noch über einen tamilischstämmigen Politiker mokiert, der nicht integriert sei, weil er seinen Kindern keine Schweizer Namen gebe - irgendwie witzig von einem, der zusammen mit seiner Oxana eine Tochter namens Melina hat...

Andreas Kyriacou hat gesagt…

«Moskau einfach» wäre für ihn vielleicht wirklich ein Szenario. Hier hat er ja nun vollends verloren, wenn ihm sogar eine Natalie Rickli öffentlich die Leviten liest. (Auch das Polit-Casting Polit-Casting wird wohl nicht zu seinen Gunsten ausgehen...)

Anonym hat gesagt…

Vielleicht halten die horrenden Praemien ja den einen oder anderen davon ab, sich einen solchen Kampfhund anzuschaffen. Wünschenswert waere das jedenfalls. Bei anderen Hunden hat man halt immer die Qual der Wahl, welche Versicherung man denn nun nimmt. Meiner Erfahrung nach hilft da ein Versicherungsvergleich, beispielsweise auf Rürup Rente, um einen guenstigen Versicherer zu finden. Leider hilft aber auch die beste Haftpflicht nicht dagegen, dass irgendwann vielleicht einmal der Jagdtrieb mit dem geliebten Vierbeiner durchgeht…

Anonym hat gesagt…

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