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Mittwoch, 2. Mai 2007

Waldbrand

Das ist mein neues T-Shirt (zum Glück sieht man auch meine Muskeln so gut). Es macht mich glücklich und zufrieden und ist sowas von politisch korrekt.
(Und geschenkt hab ichs auch bekommen, dankedanke.)

Donnerstag, 26. April 2007

Schmerzhaft


Nun ist er also tätowiert, mein Arm, ach, was sag ich, meine beiden Arme, mein ganzer Oberkörper und selbst die Regionen, über die es mein Anstand zu sprechen verbietet, mit Farbe getränkt, vollbusige Weiber, düstere Piratenschiffe und derbste Sprüche überziehen mich. Wer das auch möchte, soll sich doch hier mal umsehen; ist also auch gleich ein Kauftipp.

(Dabei ist mir noch das in den Sinn gekommen, das gehört ja auch mal in diesen Blog:<) (Klammer geschlossen, nämlich).

Dienstag, 3. April 2007

Das ganze Blogspiel

"Wotsch en Brief, so schribsch en Brief", hiess es doch mal. In einer Zeit, wo mich 16-jährige fragen, was A-Post sei, ist ein solches Diktum natürlich schon etwas passé. Aber wenn man im ganzen Blogspiel bestehen möchte, d.h. eine treue Schar Lesende um sich versammeln möchte, so müsste man andere Blogs lesen, kommentieren und so seinen Blog anpreisen; das gleiche Prinzip wie ehedem also, mein meine Blogberatung. Da es für solche Angelegenheiten an Zeit nie mangelt, gibt es nur ganz prinzipielle Probleme - wie will man sich mit seinen Kommentaren positionieren? Kommentiert man Dutzendblogs auf der Jagd nach Aufmerksamkeit, oder wagt man sich an die herausragenden Prachtsexemplare, wo sich die "Weisheit der vielen" tummelt?

Mittwoch, 28. März 2007

Kaffeesorgen


Aufgrund einer leichten Unpässlichkeit verzichte ich heute auf Kaffee - und habe in meine Thermoskanne Tee gefüllt, der aus zwei Gründen kaum trinkbar ist: Erstens hab ich den Beutel zu lang dringelassen, zweitens war bisher nur starker Kaffee drin und nun schmeckt der Tee (Pfirsichschwarztee) wie ein Kaffeemischgetränk. So was trink ich während der Fahrt in der S-Bahn.
Und ich glaube auch vermelden zu können, dass sich an kaffeelosen Tagen eine Art Schleier über mein Hirn und meine Wahrnehmungsorgane legt. Alles kommt mir etwas gedämpft vor, wie wenn ich ganz lang oder ganz kurz geschlafen hätte. Kaffee kann einem kaum gut tun.

Dienstag, 27. Februar 2007

Turbohaler

Ich inhaliere nun jeden Morgen, da ich ab gestern offiziell Asthmatiker bin. Nach meiner Arztvisite weiss ich nun auch, welche Phänomene sich unter die "Asthmasymptomatik subsumieren lassen", was der Unterschied zwischen "extrinsischer und intrinsischer Asthma" ist und wie man etwas "ex iuvantibus" diagnostiziert. Das wird an meinem Beispiel nun durchgeführt, ich inhaliere am Morgen und am Abend. Und der Inhaler, man wagts fast nicht zu sagen, gleicht einem Phallussymbol (einem sehr kleinen aber). Ich muss da mal ein Bild posten.
(Fast vergesse ich, meine tiefschürfenden Meinungen zu den Kosten im Gesundheitswesen und zur Ausbildung von Ärzten einzufügen, aber das vielleicht ein ander Mal.)

Ausrichtung dieses Blogs

Die Frage, ob keine Ausrichtung der Ausrichtung aller Blogs entspreche, ob ich quasi den heute-Durchschnittsmix repräsentiere (ein bisschen Meinung über irgendwas, etwas Promitalk, Tech-Buzz und ab und zu ein Zitat), lässt mir keine Ruhe.
Was ich mache, muss doch irgendwie originell, einmalig, lesenswert sein - könnte man denken. Eventuell denkt man dann falsch, befürchte ich gerade. Dem sagt man wohl eine Blogkrise.

Montag, 26. Februar 2007

Demokratie im Test

Churchills Bonmot, wonach die Demokratie unter den schlechten Regierungsformen die am wenigsten schlechte sei, wird von verschiedenen Tests immer wieder infrage gestellt.
Gewisse Abstimmungen sind grundsätzlich nur Überprüfungen, ob die Stimmberechtigten mit ihren Rechten zurecht kommen. Das ist nicht immer der Fall. Ein weiteres Beispiel wird die Abstimmung über das sog. Offroader-Gesetzt bieten. Welcher vernünftige Mensch kann wollen, dass solche Gefährte auf unseren Strassen verkehren? Gewiss, man kann eine gewisse Grundfreiheit (ich darf alles besitzen, was ich will, brauchen, was ich will) ins Feld führen, doch scheint eine Form der Freiheit, die in der Bodenfreiheit und im Hubraum meines motorisierten Gefährts begründet liegt, etwas leer zu sein. Gesucht wäre also ein vernünftiges Argument gegen ein solches Gesetz. Wie z.B. (das ist einer meiner Klassiker) ein vernünftiges Argument dagegen, dass alle Autos, die in der Schweiz verkauft werden, bei 120 km/h abgeriegelt werden - oder gegen eine Einheitskrankenkasse (ganz grundsätzlich) - oder gegen den Abzug der Steuern direkt vom Lohn - oder gegen, ein grundsätzliches Verbot von Haustierhaltung aus Tierschutzgründen, oder einer obligatorischen CO2-Abgabe auf Flugtickets... Ich wage gar nicht an all die Verbesserungen zu denken, die ich der Schweiz in einem politischen Amt bringen könnte.

Freitag, 2. Februar 2007

Diese Frau

Es gibt da diese Frau. Jeden Morgen ist sie im Bus. Sie ist leicht übergewichtig und hat gekraustes Haar. Gepflegt, kann man wohl sagen, auch gut gekleidet. Am Kinn hat sie ein dreidimensionales Muttermal. Wenn sie aus dem Bus aussteigt, wartet sie immer auf den Lift, fährt runter und schlendert den Bahnsteig entlang. Einmal auf dem Weg schaut sie immer ihr Handy an.
Diese Frau ist ein Ärgernis für mich. Mich stört, dass sie den Lift nimmt. Sie tut es mit einer Selbstgefälligkeit, die mir zuwider ist. Ausserdem macht sie so ein Gesicht – ein miesepetriges, überllauniges Gesicht. Jeden Morgen frage ich mich, ob mir nicht zuwider ist, dass sei mir zuwider ist, also meine Gefühle ihr gegenüber. Ich kann weder das eine noch das andere ändern.

Mittwoch, 31. Januar 2007

Lifecycle of a Blogger

Da ich nun weniger zu schreiben beginne, fragt man sich, ob es mit diesem Blog schon wieder zuende geht, obwohl er erst gerade eine Lesergemeinde gefunden hat. Mitnichten.

Hier kann man nachlesen, welche Karriere mir bevorsteht. Auf dem Lifecycle bin ich wohl erst auf Stufe 2 angelangt, aber das kann ja mal heiter werden...

Mittwoch, 17. Januar 2007

Soweit musste es kommen

Mit diesen Worten wird auf meinen Blog verlinkt:
"Habt ihr einen Blog, aber euch fehlen die Leser? Dann hackt ein bisschen auf «heute» herum. Dies kann nun doch jeder, nicht wahr?"
Hab mir schon fast gedacht, das heute-Bashing müsse eine Ende nehmen, aber dann liegts halt doch wieder so verführerisch in der S-Bahn und ich ertappe mich beim Tippen.

Montag, 15. Januar 2007

The Man

He is the man - and I quote (er über mich):
"Eine Mode von ihm ist, das Hemd nicht in der Hose zu tragen und einen Pullover darüber zu ziehen."
"Er hat eine schwarze Handtasche mit einem rot-weissen Tragegurt."
"Er ist immer aufgestellt."
"An der Tafel schreibt er sehr undeutlich, dass man es kaum lesen kann."
"Sein Laptop ist immer mit einem weissen Kabel am Stecker von Zimmer A1 eingesteckt."
"Er kommt meistens zu spät nach der Pause."
"Er ist ca. 1.70 gross und ist gegen 30 Jahre alt."
Damit wär auch mal wirklich was Persönliches über mich gesagt, sowas hört man ja sowieso immer gern.

Freitag, 12. Januar 2007

Schnarchen

Opfer kennt diese Gesellschaft viele. Die armen Raucher terrorisieren wir, indem wir an Flughäfen Rauchpalmen aufstellen und im Zug die Raucherabteile abgeschafft haben, die Übergewichtigen brauchen wir nicht mehr zu hänseln oder gar zu mobben, denn die volkswirtschaftliche Belastung, die Übergewicht erzeugt, ist einfach objektiv Grund genug, denen mal richtig die Meinung zu sagen, und dann gibt es auch noch die, die im Bus immer zwei Sitzplätze besetzen, im Kino laut mit Säcken knistern, einen nervigen Handyklingelton haben. Denen müsste mans auch mal zeigen, anstatt immer nur in Glossen und Kolumnen nette S-Bahn geschichten zu erzählen.
Aber die Schlimmsten sind die Schnarcher. Keine Jugi, keine SAC-Hütte, kein Couchette-Abteil ohne diese Schnarcher. Und die hören sich nicht mal selbst! Schnarchen seelenruhig weiter, während ausser ihnen kein Mensch mehr schläft. Das ist daneben. Das ist asozial. Und wie viele Frauen verbringen schlaflose Nächte neben ihren schnarchenden Partnern? Da müsste man auch mal ansetzen.
Nun gut, Ironie mag schön und gut sein - schnarchen tu ich trotzdem und finds das Letzte. Was soll ich tun? Wie stellt man das ab? Wie entschuldigt man sich im Voraus dafür? Wie, bei den Leuten, die dem regelmässig ausgesetzt sind?

Montag, 8. Januar 2007

Selbstreferentiell

Beim Nachdenken über Tagebücher einen Artikel über Blogs aus der Süddeutschen Zeitung gelesen. Dort wird behauptet, das zweit beliebteste Thema bei amerikanischen Bloggern sei der eigene Blog - mithin seinen Blogs selbstreferentiell. Um dem gerecht zu werden, hier ein Gedanke: Wenn jemand Tagebuch schreibt, so ist das wohl meist Selbstreflexion - in einer so intimen Form, dass das Tagebuch nur den Schreiber selbst zum Leser haben kann. Das eigene Denken (v.a. über sich) ist so privat, dass es unter Beobachtung kaum noch stattfinden kann.
Nun ist aber am besten versteckt, was gar nicht versteckt wird, wie man seit Poes The Purloined Letter weiss (hier noch die klassische Interpretation von Lacan) - dort liegt der Brief, der gesucht wird, ganz offen auf dem Tisch. Also könnte man das Tagebuch allen zugänglich machen und das Intimste zum Öffentlichste. Und ist unsere Zeit nicht eine, in der das regelmässig geschieht, in der Intimität nur als Publizität (gibt es dieses Wort wirklich?) möglich ist. Was alle wissen ist wohl dem gleichwertig, was niemand weiss. Nur wenn etwas den Anscheint hat, es sei für einen esoterischen Kreis bestimmt, wird es peinlich, es zu enthüllen.

Montag, 25. Dezember 2006

Uiuiui

So sehe ich aus, wenn ich nachdenke. Angestrengt.