Es gibt Sätze, die man nur sagen kann, wenn man ein Talent dafür hat. Für heftige Auseinandersetzungen, in denen zu ultimativen Mitteln gegriffen werden soll, ist Philip Seymour Hoffman der Go-To-Man, wie man im Basketball sagen würde.
Hier die beiden besten Szenen, in denen er sein Talent ausspielt (Charlie Wilson's War und Punch Drunk Love):
Freitag, 25. April 2008
»Go fuck yourself!«
Eingestellt von Philippe Wampfler um 17:28
Anderson: You The Living
Bekanntlich heißen einige Regisseure Anderson, die man mal auseinanderhalten sollte, da sie zu den interessanteren ihrer »Zunft« gehören:
- Wes, der Mann, der Royal Tennenbaums und The Darjeeling Limited gemacht hat, unter anderem.
- Paul Thomas, der neben Punch Drunk Love und Magnolia, welche ich beide gelungen finde, mit There Will Be Blood und Boogie Nights auch etwas mediokre Werke geschaffen hat.
- Roy, der Schwede, dessen Du levande (You the Living) wahrlich wundervoll ist, hier ein Ausschnitt:
Eingestellt von Philippe Wampfler um 17:17
Gute Interviews Teil II
An dieser Stelle wurde bereits ein legendäres Interview kurz präsentiert, es folgt das nächste, wiederum aus der Weltwoche, wo Männer sich wirklich vorteilhaft präsentieren können, insbesondere derjenige, der das Editorial schreibt.
Aber wenden wir uns einem sympathischeren Herrn zu, der von sich sagt (und ich wage, das noch kurz zu kommentieren):
»Ich hoffe darauf, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Aber wie es aussieht, das kann ich mir nicht vorstellen.«
»Ich wäre gern für einen Tag ein Delfin. So könnte ich die Ozeane erkunden.« - Vielleicht sieht ja so das Leben nach dem Tod aus?
»Die Medien tun so, als sei ich langweilig, was nicht stimmt. Ich kann super Partys machen.«
»Michael Jacksons Lieder sind die besten aller Zeiten. Zum Beispiel der »Earth Song«.« - Zugegeben: Den ersten Teil könnte man stehen lassen, wenn sich der gute Mann auch mal ältere Songs angehört haben, die zu seiner Primarschulzeit nicht mehr liefen.
Und meine Lieblingsantwort:
»Max Frischs Werke beeindrucken mich, ganz generell. Sie funktionieren als simple Geschichten, haben aber immer noch andere Bedeutungsebenen.« - Wenn das kein schöner Satz ist. Tipp an alle kommenden Fragebogenausfüllerinnen und -füller: »Max Frisch« durch die Autorin oder den Autor Ihrer Wahl ersetzen und - voilà!
So viel Häme für heute, vielleicht kommt mir bald was Konstruktiveres in den Sinn. Der gar nicht langweilige Partymacher ist Stephan Weiler, der auch Sex und Geschlechtsverkehr unterscheiden kann, damit auch das noch gesagt ist.
Eingestellt von Philippe Wampfler um 17:08
Samstag, 12. April 2008
Der Star des Küchentischs
Bevor er der Verzehrung anheimfällt, muss er für die Nachwelt festgehalten werden: Der grinsende Coco-Biker. Osterhasen kommen natürlich aus Tahiti und riden ein »Bike«, Coco-Biker heißen sie, wenn sie mit Kokosraspeln gefüllt sind.
(Im Hintergrund sieht man ein eher prototypisches Modell...)

Donnerstag, 10. April 2008
Gogglegänger
Ein Googlegänger ist eine Person, die an der Stelle der Person in Google auftaucht, die ich googlen will. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht - seinen Namen in Google eingeben und die erste Person, die auftaucht, und die man nicht selbst ist, ist Googlegänger Nummer 1 (ein netter Germanismus, das Wort übrigens).
Hier ist das IMDb-Profil meines Googlegängers, eines argentinischen Filmeditors (?).
Dazu nun eine tolle Geschichte, bei radosh.net aufgeschnappt: Stephanie Rosenbloom hat heute einen Artikel auf der Titelseite der NY Times über das Thema Googlegänger geschrieben. Nun hat diese Stephanie Rosenbloom eine Googlegängerin, die ebenfalls für die NY Times schreibt - und zwar darüber, sich selbst zu googlen. Und nun der Clou - die beiden sind natürlich nicht die gleiche Stephanie Rosenbloom. Wer's nicht glaubt, sehe sich bei radosh.net die Bilder an - »What are the odds?«, bleibt zu fragen.
Eingestellt von Philippe Wampfler um 18:17
Wissen und Fussball teilen
Die Uni Zürich (meine alma mater, notabene) wird ja 175 Jahre alt. Anlass, für ein grosses Jubiläum, weil 175 Jahre ist ja irgendwie viel und fast rund, also 7 mal 25 oder so, Anlass für ein Fest. Und da wird Wissen geteilt, wie man sich das auch immer vorstellen muss (der Bullshit-Verdacht liegt schon sehr nahe). Aber es kommt noch besser - an »ausgewählte Uni-Access-Teilnehmerinnen« wird folgende Mail verschickt:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Fussballfreunde,Egon Franck, also Prof. Dr. Egon Franck, Professor für »Strategie und Unternehmensökonomik«, ist ein Wurf gelungen. Nicht nur hat er wirklich relevante Persönlichkeiten gefunden, die von Fussball was verstehen, wie den Stapi, den Rektor und weitere Professoren, die ich per [...] ausgeklammert habe, sondern er findet auch ein wirklich kreatives Thema, um Wissen zu teilen. So kann man sich darunter wirklich was vorstellen, endlich! Und dann auch die Formulierungen: »mit dem Fuss, mit den Händen, mit dem Kopf, schauen« - Pestalozzi lässt grüssen, der gute Professor versteht auch noch was von Pädagogik! (Und er kann, betrachtet man seine Publikationsliste (Link von seiner Lehrstuhlpage), als eigentlicher Fussballologe gelten...)
Unsere Universität feiert dieses Jahr Ihren 175. Geburtstag unter dem Motto Wissen teilen. In diesem Motto kommt die Nähe der Universität zur Gesellschaft zum Ausdruck. Es bietet sich an, dass wir uns auch mit dem im Sommer 2008 im Vordergrund stehenden gesellschaftlichen Phänomen, der Fussballbegeisterung, befassen.
Vom 5.-6. Juni 2008 wird daher an unserer Universität das Zurich Football Forum
stattfinden, bei dem das Phänomen Fussball aus unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven beleuchtet wird.
Auf der Liste der Referenten und Diskutanten stehen u.a. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, Stadtpräsident Elmar Ledergerber, Rektor Hans Weder, [...]
Wir laden Sie herzlich ein, unsere Website unter folgendem Link zu besuchen:
http://www.175jahre.uzh.ch/football-forum
Man könnte unser Anliegen wie folgt zusammenfassen: Fussball mit dem Fuss, Fussball mit den Händen, Fussball mit dem Kopf und dann auch schliesslich noch Fussball schauen ... sozusagen Fussball total.
Sie sind herzlich eingeladen!
Mit sportlichen Grüssen
Egon Franck
Prof. Dr. Egon Franck
Universität Zürich
Institut für Strategie und Unternehmensökonomik [...]
Und mal etwas ernsthafter: Was ist das für eine Unsitte, dass alle Intellektuellen den Eindruck haben, in Jahren wie diesen Fussball zu einem wissenschaftlichen Thema machen zu müssen. Mögen wir nicht Fussball, weil es nichts Intelligentes ist, weil man darüber eben nicht gross nachdenken muss. Nun gut - auch dieses Jahr werden wir von Publikationen, Zeitungsartikeln, Foren und Ähnlichem nicht verschont blieben, Widerstand zwecklos. Ich habs versucht.
Eingestellt von Philippe Wampfler um 12:39
Mittwoch, 9. April 2008
Drei Blogs
Zum Prokrastinieren wieder mal die Blogosphere durchstöbert und ein paar Titel in meinen RSS-Reader aufgenommen. Drei Empfehlungen, nicht alle ganz taufrisch:
- PostSecret
Leute schicken Postkarten mit Geheimnissen ein. Was auf den ersten Blick lustig scheint, enthält auch eine abgründige Seite - der Blog zeigt recht schön, an welchen Problem eine Gesellschaft zu kauen hat, in der es Web 2.0 gibt. - Indexed
Ein Diagramm zu jedem neuen Morgen. Mal witziger, mal absurder, mal sinnlos, aber immer wieder überraschend. - LifeHacker
Platz 3 war hart umkämpft, aber wenn man am Prokrastinieren ist, scheint ein Blog über die Frage, wie man produktiver werden könnte mit all den technischen Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen, sinnvoll (hier ein Beispiel). Und schon bin ich daran, neue Software auf mein iPhone zu laden, die mich dann noch produktiver macht.
Eingestellt von Philippe Wampfler um 10:14
Montag, 7. April 2008
Sex und Geschlechtsverkehr
Es könnte eine Frage von Borat sein: »Was ist der Unterschied zwischen Sex und Geschlechtsverkehr?«
Seit der Mr. Schweiz-Wahl stellt Sie sich aber tatsächlich: Der neue Mr. Schweiz, Stephan Weller, scheint diesen Unterschied zu kennen. Auf dem »heißen Stuhl« (mit der seltsamen Computerstimme) sagt er - auf eine der härtesten Fragen, notabene:
Sex het bi mir, also Gschlechtsverkehr het bi mir mit Gfühl ztue (Video ab 102:00)Beim Googeln der beiden Begriffe erfasst man sofort, wie zentral die korrekte Begriffswahl in diesem Bereich ist, heißt es doch beispielsweise bei Wikipedia:
Oft wird Geschlechtsverkehr heute als Sex bezeichnet, wobei dieser Begriff aber noch viele weitere Bedeutungen hat und sich deshalb im populären Sprachgebrauch auf alle zwischenmenschlichen Handlungen bezieht, die der sexuellen Befriedigung dienen.Oder eine Seite zum Thema »Die Mythen der Männer« verkündet:
Sex = Geschlechtsverkehr - und nur der macht tatsächlich Sinn. Andere Formen der körperlichen Liebe scheinen weniger befriedigend oder sind lediglich als Vorspiel zum eigentlichen Akt gedacht. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass es Situationen gibt, in denen Zärtlichkeiten und Petting die einzigen möglichen Formen des sexuellen Beisammenseins darstellen können und auch durchaus als befriedigend erlebt werden. Die Konzentration auf's "Wesentliche" kann dazu führen, dass bei Erektionsstörungen im Alter auf Sex völlig verzichtet wird, weil für viele Männer eben nur der Geschlechtsverkehr zählt. Hier ist sicher ein Umdenken notwendig, nicht nur von den Männern, sondern auch von den Frauen, die diese männlichen Mythen häufig unterstützen.Man würde ohne grosses Nachdenken wirklich an eine Gleichsetzung glauben, doch der neue Mr. Schweiz ist uns da einen Schritt voraus. Während alle sexuellen Handlungen für ihn nichts mit Gefühlen zu tun haben, macht er bei Geschlechtsverkehr eine Ausnahme. Das ist ihm hoch anzurechnen.
Eingestellt von Philippe Wampfler um 23:06
Ein paar Zitate
Ein Künstler gibt ein Interview. Und sagt solche Dinge:
»Ich schreibe, wie es ist. ... Ich schreibe, was in den Köpfen der Menschen stattfindet. Das sind Abgründe.«Damit reicht das auch hier. Der Künstler ist Peter Stamm, und meine Frage an ihn, dürfte ich das Interview mit ihm führen, wäre: Was erwartet man, dass die Leute von einem denken, wenn man in einem rechtspopulistischen Blatt (Weltwoche) solche Sätze von sich gibt?
»Ich interessiere mich halt sehr für Frauen, weil mich das Fremde mehr interessiert als das Eigene.«
»Man muss, will man Erfolg haben, Frauen einfach nur zuhören, kein Freak sein und sie zum Lachen bringen.«
»Frauen sind sachlicher, Männer romantischer.«
»Ja, im Sex erkennt man die Menschen.«
»Ein Text ist gut, wenn er lebt. Das ist Glück für mich.«
»Beziehungen sind ein globales Thema.«
»Ich habe eine sehr durchlässige Persönlichkeit.«
»Wenn mir das Schreiben leicht fällt, wird's gut. Aber es ist schwer, dass es mir leichtfällt.«
»Ach, was ich denke, ist doch nicht schlauer als das, was andere denken.«
»Gut und Böse gibt es nicht wirklich. Blocher ist vielleicht kein böser Mensch, aber er macht böse Sachen.«
»Ich habe das Ziel, ein guter Mensch zu sein. Das reicht.«
Eingestellt von Philippe Wampfler um 16:25
Serge Gainsbourg macht Komplimente
Whitney Houston tritt im April 1986 im französischen Fernsehen (»Champs Elysées«) auf und trifft - auf Serge Gainsbourg, der dann Folgendes zu ihr sagt:
Gut, wenn man sowas am Morgen als erstes sieht...
P.S.: Irgendwie geht »googlen« ja schon gut als Verb. Aber wie sagt man, wenn man was auf Youtube sucht?
Eingestellt von Philippe Wampfler um 09:40
Sonntag, 6. April 2008
Setting up Vista mit Boot Camp
In "a breeze" geht das, würde der gewiefte Amerikaner sagen, wenn man Vista auf einem OS X Laptop aufsetzen möchte.
1. Schritt: Partition erstellen.
2. Schritt: Vista installieren, mit einer Originalcd (oder so) problemlos, aktivieren, tiptop.
3. Schritt: Treiber installieren, die sich auf einer Dual-Layer-OS X-Installations-DVD befinden. Soweit auch alles gut - aber die Treiber tun nix. Erkennen weder Soundkarte noch Grafikkarte, auch nicht die speziellen Tasten, das Trackpad, Wireless-Karte: nix. Mehrfach "repariert", wobei Vista (warum wollte ich das genau noch mal installieren?) mit ständigen Warnungen nervt, nervt, nerv. Und siehe da: Es geht immer noch nichts. Da keine Internetverbindung, OS X starten, googeln. Problem unbekannt, man findet nur alte Seiten, wo noch mit Boot Camp experimentiert worden ist. Was zum Teufel ist los?
4. Schritt: Erkenntnis. Aha - man kann nicht irgendeine Leopard-DVD nehmen, sondern muss die nehmen, die zum Gerät geliefert worden ist. Denn: Nur da sind die richtigen Treiber drauf. Das merkt weder die DVD noch das Gerät - und lösen lässt sich das Problem, irgendwie, auch nicht, ohne die ganz korrekte DVD.
Nun läuft aber alles - inklusive, insbesonder: Guitar Hero III. Let's rock.
Eingestellt von Philippe Wampfler um 14:54
Sonntag, 23. März 2008
Do not reply
Oft verschicken Firmen Emails von Adressen aus, auf die sie keine Antwort erhalten möchten. Das ist verständlich - gibt es doch speziell dafür angestellte Leute, die verschiedenen Emails zu lesen, die Kunden so schicken können.
Einige Firmen - vor allem in den USA, offenbar - verwenden dafür die Adresse xy@donotreply.com. Im Jahre 2000 hat ein findiger Blogger die Domain donotreply.com gekauft und erhält nun sämtliche Mails, die an diese Adressen geschickt werden, auch die, welche ein System »bounct«, also automatisch zurückschickt. Oft sind darin aber auch die ersten Mail als Reply enthalten. Resultat: Der gute Mann (chet heisst er offenbar) erhält Mails mit privaten Daten von Banktransfers über Materialverschiebungen im Irak bis zu unsicheren Computersystemen.
Liest man den Blog, so wird man selbst als vertrauensvoller Netzbenutzer wie ich etwas verunsichert, hab ich mir doch grad ein .mac-Account gegönnt und synchronisiere nun alle sensiblen Daten mit dem Internet.
Eingestellt von Philippe Wampfler um 12:52
Samstag, 15. März 2008
Zugkonversation(en)
Seit Dummheit Mode geworden ist und einem die Zeitungen sagen müssen, dass Marco Polo nicht nur eine Kleidermarke ist, feiert die Textsorte "S-Bahn-Konversation" Urstände. Mit oder ohne Kopfhörer ausgerüstete Menschen belauschen ihre Mitfahrenden in Pendlerzüge - und protokollieren die dann in der Blogsphäre oder in Wochenmagazinen. Nun gut, solchen Eigentümlichkeiten moderner Medien kann ich mich nicht länger verwehren und protokolliere, was meine beiden Gegenüber in der S12 ca. halb eins von Schlieren bis Zürich HB besprochen haben, das das Gespräch auch noch eines meiner Lieblingsthemen, den Buddhismus, berührt:
A (Frau, ca. 18-jährig, unauffällig in Kleidung und Style): »Du weisch, es isch nöd so eifach, de Buddhismus z erkläre.«
B (Mann, gleich alt, gebräunt, blaue Augen, gekleidet wie ein Fussballspieler nach dem Training): «Ja, klar.«
A: »Ich mein, erkläre chan ich das eigentlich scho, na guet, aber nöd so, dass es anderi verstönd.«
B: »Ja, voll.«
A: »Aso zum Bispil d Entstehig vo de Welt. Ich weiss scho, wie mir Buddhiste das verstönd, ich meine, mir glaubed ja ad Ewigkeit und Wiedergeburt und so, aber ebe - ich chan das eifach nöd so erkläre...«
B: »Aber glaubed mir nöd au in Urknall?«
A: (verunsichert) »Urknall? Aso so... ah, ja, villich scho, aso ja, doch Urknall, klar...«
B: »Aso, i dem glaubed mir doch voll wüsseschaftlich, oder?«
A: »Ja, wüsseschaftlich, scho on. Aber da gits ja ganz vil verschiedeni Richtige von Buddhiste, es git sogar sönig, wo glaubed, dass de Buddha en Gott isch.«
B: »Ja, de erlüchteti Buddha, oder?«
A: »Nei, mir sind denn irgendwenn mal erlüchtet, aber de Buddha, aso die glaubed eifach, dass iri Statue en Gott isch.«
B: »Aber tüends en denn nöd so belüchte?«
A: (langsam etwas lustlos) »Ja scho, chan scho si. Aso ich glaub eifach, ich bin denn mal erlüchted. Weisch, durum schrib ich ja aus es Buech. Schribsch du au?«
B: »Ja, schribe, also isch, nei, nöd es Buech, aso ich han fasch kei Zit, ich schribe scho, aber ich chume eifach nie dezue.«
A: »Ja, es brucht scho vil Zit. Mis het scho 28 Site. Es heisst ebe "Die vier Schwestern und die Schatzsuche". Es isch voll Fantasy, so.«
B: »Tönt au so, voll.«
A: (nun am Aussteigen) »Wenn d Zit hesch, chan ich dir scho säge, um was es gaht.«
B: »Mal luege, wenn min Zug fahrt.«
Eingestellt von Philippe Wampfler um 14:15
Montag, 10. März 2008
Warum die Erde rund ist - und es doch nicht ist...
Man würde denken, es gebe kaum was Selbstverständlicheres, als dass die Erde rund ist. Man betrachte nur mal einen klassischen Erdaufgang, vom Mond aus gesehen:
Die Selbstverständlichkeit ist eine doppelte: Nämlich erstens, dass ein Blick von aussen verfügbar ist, dass also das, was uns diese Bilder zeigen (wer hat sie aufgenommen? woher wissen wir, dass Sie ein Realität abbilden?), vertrauenswürdig ist, und zweitens, dass wir Aufgänge von Himmelskörper kennen, dass sich die Erde also so verhält, wie andere Himmelskörper auch, was so nicht selbstverständlich ist.
In aller Kürze sollen Argumente aufgezeigt werden, die dafür sprechen, dass die Erde eine Kugel ist - wenn man davon ausgeht, dass ein Blick von ausserhalb der Erde nicht möglich ist.
Von einem Schiff wird zuerst der Mast sichtbar. Also muss sich sein Rumpf unterhalb der Linie unseres Blickes befinden, die Erde also gewölbt sein.
(Bilder Peter Apian, Antwerpen 1540)
- Bei Reisen nach Norden oder Süden verändern die Sternbilder ihre Höhen. Für die Nordhalbkugel kann der Polarstern verwendet werden, um die Position (den Breitengrad) zu bestimmen.
Deshalb kann von einer Wölbung der Erde ausgegangen werden. - Bei einer Mondfinsternis ist der Schatten der Erde immer als Kreis sichtbar, der ungefähr drei Mal so gross ist wie der Mond. Wäre die Erde keine Kugel, müssten auch andere Schatten sichtbar sein, sofern die Himmelskörper ihre Position verändern.
(Zuerst wiederum die Darstellung von Apian von 1540 (Quelle), dann die photographische Evidenz.)
Eratosthenes hat ca. 200 Jahre vor Christus schon den Erdradius bemessen. Aus dem unterschiedlichen Einfallswinkel der Sonnenstrahlen hat er mit einem simplen Dreisatz berechnet, wie gross der Umfang der Erde ungefähr sein müsste.
All diese Beweise sind eher Hinweise - keiner ist logisch zu 100% schlüssig und kommt ohne weit reichende Annahmen aus. Interessant ist, dass diese vier Gedankengänge (und es handelt sich wohl um eine komplette Aufzählung, weitere schlagende Argumente gibt es meines Wissens nicht) schon 200 Jahre vor Christus bekannt waren und unter Gelehrten nie in Vergessenheit gerieten. D.h. niemand Wichtiges dachte im Mittelalter daran, die Erde könnte eine Scheibe sein. Dass viele Leute heute denken, das sei das dominierende Weltbild des Mittelalters gewesen, ist dem Mythos der flachen Erde geschuldet, einer seit der Frühaufklärung einsetzenden Tendenz, der Kirche zu unterstellen, sie habe im Mittelalter eine verfehlte Vorstellung von der Form der Welt verbreitet und damit die Ignoranz gefördert, sich wissenschaftsfeindlich verhalten.
Die Erde ist aber keine Kugel und auch kein Ellipsoid. Die Ellipsoidform würde sich von der Überlegung her ableiten, dass die Erde an den Polen aufgrund der stärkeren Rotation abflacht (sehr populärwissenschaftlich gesagt). Das haben Expeditionen im frühen 18. Jahrhundert ergeben, als man herausgefunden hat, dass erstens Pendel nicht überall auf der Erde gleich schnell schwingen (d.h. die Erdanziehung und damit die Entfernung zum Erdmittelpunkt ist nicht überall gleich gross), und dass zweitens gleich grosse Winkel nicht überall auf der Erdkugel gleich lange Strecken ergeben.
Die genaue Form der Erde anzugeben, ist mathematisch praktisch nicht möglich. Physiker verwenden ein Geoid, eine Art Modell, das für jeden Punkt ähnliche Bedingungen annimmt (Link empfehlenswert).
Etwas überzeichnet sind folgende beiden Darstellungen aufschlussreich:

Eingestellt von Philippe Wampfler um 15:29
Donnerstag, 6. März 2008
Dienstag, 19. Februar 2008
Recht oder Privileg?
Autofahren zu können oder zu dürfen sollte meines Erachtens nicht ein Recht sein, sondern ein Privileg - das einem auch wieder entzogen werden kann, und zwar permanent. Der gute Herr, dessen Prozess der Tagi beschreibt, scheint dieses Privileg irgendwie nicht korrekt schätzen zu können, und würde meines Erachtens sicherer leben, wenn es ihm entzogen würde.
Damit sollen nicht drastischere Strafen gefordert werden, sondern ein anderer Blick auf das Recht, Motorfahrzeuge lenken zu dürfen. Einen gestrickten Ferrari dürfen allerdings alle Leute steuern...
Eingestellt von Philippe Wampfler um 23:45
Wikileaks
Die Bank Julius Bär lässt wikileaks.org schließen, wo anonym Dokumente zu ihren offshore-Aktivitäten raufgeladen worden sind. Ein kalifornisches Gericht verbietet der Firma Dynasoft, den Domainnamen weiterhin zu brauchen (die Site, oben verlinkt, kann über die IP-Adresse jedoch weiterhin eingesehen werden).
Ein juristisch sehr interessanter Fall, wie mir scheint. Hier findet man Details des Gerichtsbeschlusses.
Das Portal scheint mir sehr interessant zu sein, enthält es doch offenbar klassifizierte Dokumente, so zum Beispiel in Bezug zu Julius Bär auch Gerichtsurteile und Ähnliches. Ich bleibe sowas von dran.
Eingestellt von Philippe Wampfler um 09:59
Sonntag, 17. Februar 2008
Eine Abschlussarbeit der anderen Art
Diplomarbeiten, Abschlussarbeiten und Ähnliche Produkte zum Erwerb eines Abschlusses entfalten ja in den seltensten Fällen grosse Publikumswirkung, sondern werden gemäss einer Statistik, die ich noch nicht gefunden habe (Kommentare?) im Schnitt von ca. 0.6 Personen gelesen.
Eine veritable Alternative dazu stellen wirklich sinnvolle Produkte wie dieser gestrickte Ferrari dar - ein Auto mit einer vorbildlichen Energiebilanz und ein Ferrari dazu, was will man mehr... (eine Quelle)
Eingestellt von Philippe Wampfler um 19:48
Mittwoch, 13. Februar 2008
Web 2.0 Erfahrung komplett - bring on 3.0
Da ich diese Woche nun auch zum erfolgreichen eBay-Händler geworden bin und ein Facebook-Account errichtet habe (search for Philippe Wampfler), befinde ich meine Web 2.0 Erfahrung für ausreichend. Das Bild enthält einen nette Craigslist-Annonce, von denen ich Auszüge in mein nächstes eBay-Inserat zu übernehmen gedenke...
Eingestellt von Philippe Wampfler um 23:33
Dienstag, 12. Februar 2008
Alle Mobiltelefone
Da nun eine neue Ära des Mobiltelefonie angebrochen zu sein scheint, lädt die Situation zu einem technologischen Rückblick ein. Hier die Galerie aller Telefone, die ich je besessen und benutzt hab. Die Links führen zur GSM-Arena, wo es detaillierte Beschreibungen aller Geräte gibt.
1. Ericsson GH 688 (ca. 1997)
Erinnere mich an einen Job an einer Abendschule in Aarau, nach dem ich jeweils über dieses Handy kommunziert habe. Ist eigentlich noch ganz hübsch, wenn diese Antenne nicht wär.
2. Nokia 3210 (ca. 1999)
Das hatte ich in grau, war vor allem sexy, weil eben ohne Antenne, dazumals ungefähr ein Novum. Dieses Gerät schien ich eine Ewigkeit zu haben (was aber wohl nicht so gewesen ist), hat wirklich alles ausgehalten und sieht eigentlich immer noch recht schick aus.
3. Nokia 3310 (ca. 2002)
Das war damals blau und enorm viel Plastik - nie wirklich ein überzeugendes Ding, aber hatte einen Akku, der ungefähr eine Woche gehalten hat. Ich glaube, sowas brauchen Leute heut immer noch.
4. Nokia 8890 (ca. 2003)
Irgendwann musste ich wohl entdeckt haben, dass Handys für Normalsterbliche mir nicht so zusagen - und ich kaufe mit dieses Luxusteil, das ich mit einem Vertrag zu einem akzetablen Preis erhielt, das aber aufgrund seiner edlen Machart ein Vermögen gekostet hätte. Es fiel mir ungefähr drei Tage nach dem Kauf runter und hatte einen Kratzer - was ich mir nie verziehen habe.
5. Sony Ericsson T630 (2004)
Die Bekehrung zu Apple forderte auch ein Markenwechsel bei den Mobiltelefonen - nur ein ebenso weisses Handy konnte sich ebenso einfach synchronisieren lassen, wie mein iBook zu bedienen war. Zudem hatte es eine Kamera und ein Farbdisplay, ein Quantensprung, würde man fast denken.
6. Sony Ericsson K700i (2005)
Das Gerät genügte mir schnell nicht mehr - die Displays wurden immer besser, das des K700i war wirklich verlockend. Leider hatten alle diese SEs ein Problem - der Joystick stieg schneller als man es sich wünschte aus. Auf diesem Handy war gamen im grossen Stil möglich.
7. Sony Ericsson Z520 (2006)
Als Übergangslösung gedacht, weil Klapphandys nicht so mein Stil sind, fand ichs eigentlich ganz nett, aber dem K700i ganz ähnlich, wenn auch mit schlechterem Display.
8. QTek S200 (2006)
Was ich wollte - Kamera, Organizer, mobiles Internet, Handy, alles in einem Gerät. Aber nicht wie ich wollte: Unendlich langsam, ein Windows Mobile 5, das sich nicht bedienen liess, fast alle Applikationen im Hintergrund laufen liess - eine echte Enttäuschung, zumal es sich auch nicht synchronisieren liess, auch nach 100 Stunden nicht.
(Passte aber wiederum zu meinem mittlerweile schwarzen MacBook.)
9. Sony Ericsson K750 (2007)
Auch wieder als Übergang zum iPhone gedacht, war es doch eine solide Wahl, wie alle SE Geräte. Gute Kamera, perfektes Menu, viel Speicher.
10. Sony Ericsson W880i (2007)
Kurz vor dem iPhone kriegte ich dann dieses Bijou noch geschenkt - brillantes Display, liess sich im Portemonnaie verstauen, superschnell, ein wunderschönes Gerät, wenn nur nichts orange gefärbt gewesen wäre.
10 Jahre, 10 Geräte... Irgendetwas stimmt mit mir nicht - auch wenn all die brauchbaren Geräte noch immer im Einsatz gehalten werden, einfach nicht durch mich.
Eingestellt von Philippe Wampfler um 14:22